Wer am 25. August mit dem Nahverkehr zur Loveparade nach Essen reist, kann sich neben dem Regelangebot auf zahlreiche Sonderzüge verlassen. Dafür sorgt der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) zusammen mit den privaten Eisenbahnunternehmen Abellio, Prignitzer Eisenbahn, Nord-WestBahn und Regiobahn. Nachdem die Deutsche Bahn (DB) dem VRR mitteilte, keine Sonderverkehre zur Loveparade zu fahren, erarbeiteten der Verbund und die Wettbewerber der DB ein alternatives Konzept. In den nächsten Tagen werden die Detailinformationen zum Sonderverkehrsangebot auf der Loveparade bekannt gegeben.
„Alle Leistungen sind bestellt“, stellt VRR-Vorstand Martin Husmann fest. „In
den nächsten Tagen werden wir die genauen Linienverläufe und Taktungen bekannt
geben. Darüber hinaus wird es Gesprächsrunden und Arbeitsgruppen mit den lokalen
Verkehrsunternehmen geben, um an das vorliegende SPNV-Konzept die lokalen
Verkehre und Sicherheitsvorkehrungen zu koppeln “, so Husmann weiter. Die
Planungen basieren auch auf Erfahrungen aus den Verkehren im Rahmen der FIFA-WM
im vergangenen Jahr.
„Wir sind froh, den zahlreichen Gästen der Loveparade umfangreiche
Zusatzfahrten am 25. und 26. August anbieten zu können. Unser Dank gilt dabei
insbesondere den privaten Eisenbahnunternehmen im Verbundgebiet, die im Sinne
der Fahrgäste schnell und unkompliziert auf unsere Anfrage reagiert haben“,
zeigt sich Martin Husmann mit dem erreichten Ergebnis zufrieden. So werden auf
zahlreichen Linien im ganzen VRR-Gebiet, die von oder in Richtung Essen führen,
viele zusätzliche RegionalExpresse, RegionalBahnen und auch S-Bahnen von den
Unternehmen Abellio, Prignitzer Eisenbahn, NordWestBahn und Regiobahn angeboten.
Auch die Deutsche Bahn wird im Rahmen ihres Vertrages auf der so genannten
Haard-Achse, also den Linien RE 2 und RB 42, Sonderverkehre gemäß der Bestellung
durch den VRR erbringen.
Wettbewerber können Sonderverkehre nicht dauerhaft kompensieren
Zur Loveparade ist es gelungen, den größten Teil der ursprünglich geplanten
Sonderverkehre abzudecken. Klar ist aber auch, dass die Zusatzleistungen nicht
komplett übernommen werden können und dies überhaupt nur möglich ist, weil es
sich um einen begrenzten Zeitraum von zwei Tagen und ein Wochenende handelt.
„Würde die Loveparade länger dauern und unter der Woche stattfinden, hätten wir
eine solche Leistung nicht bieten können“, ist sich Husmann sicher. Denn allein
die Deutsche Bahn verfügt deutschlandweit über ausreichendes Zugmaterial und
Personal, um über einen längeren Zeitraum Sonderverkehre zu erbringen.
Quelle: Verkehrsverbund Rhein Ruhr