
Lebenslänglich Pole/Polin

Nachrichten : 282
| Sa 15.04.06 Südwest 07:45 bis 08:15 Uhr
HEIMAT IN DER FREMDE (Teil 9)
Ostpolnische Vertriebene in Polen
1945 wurden die europäischen Grenzen bei der Konferenz von Jalta neu festgelegt: Die ostpolnischen Grenzgebiete wurden der Sowjetunion zugesprochen. Im Gegenzug fielen ehemals deutsche Gebiete im Westen an Polen. 1946 wurden etwa 1,5 Millionen Polen aus dem Osten in die "zurück gewonnenen Gebiete" umgesiedelt. Ihnen folgten in den 50er Jahren noch einmal knapp 300.000. Unter ihnen auch Wojciech, Ewa, Malgorzata und Blazej, Angehörige einer ostpolnischen Adelsfamilie. Die Stadt Breslau wurde für sie zur neuen Heimat in Polen.
Sa 15.04.06 Phoenix 23:15 bis 00:45 Uhr
SCHLESIENS WILDER WESTEN
Ein Dokumentarfilm von Ute Badura
"Ich kann besser an einem Ort leben, dessen Geschichte ich kenne?, sagt ein junger Pole im Prolog dieses Films. Er lebt in Kopaniec, früher Seifershau - ein Dorf in Niederschlesien. Zwischen dem Früher und dem Heute lag die Vertreibung der Deutschen und die Neuansiedlung der Polen, oft selbst Vertriebene aus der heutigen Ukraine. Das Dorf ist Mittelpunkt des Films und Bindeglied zwischen den früheren und heutigen Bewohnern. Die jüngeren Polen sind mit den Besuchen der ehemaligen deutschen Einwohner aufgewachsen. Die Lebensgeschichten der älteren Polen und Deutschen erzählen von Krieg und Vertreibung, aber auch von der Zeit, als man gemeinsam im Dorf lebte, direkt nach dem Krieg. "Der Wilde Westen? wurde die Region damals in Polen genannt. "Schlesiens Wilder Westen? fragt, was Heimat ist: ein Ort, ein Mensch, ein Gefühl, eine Erinnerung?
POMMERN - PREUßEN-NACHT von Samstag auf Sonntag 23:30 bis 05:00 Uhr
Sa 15.04.06 NDR 23:30 bis 00:15 Uhr
EINE REISE DURCH POMMERN
Von Stettin nach Danzig
Film von Wolfgang Wegner
Pommern - jahrzehntelang war die einst preußische Provinz durch den eisernen Vorhang in fast unerreichbare Ferne gerückt. Zwei Millionen Deutsche lebten bis Ende des zweiten Weltkrieges in Hinterpommern, zwischen Stettin und dem kleinen Flüsschen Plasnitz an der Grenze zu Westpreußen. Sie mussten ihre Heimat bekanntlich 1945 verlassen; Polen wurde dort angesiedelt, Menschen die ihre Heimat ebenfalls verlassen hatten, denn ein großer Teil Polens wurde Weißrussland zugeschlagen. Aus Pommern wurde damals Pomorze. Nach einer langen Zeit des Argwohns wächst nun auf beiden Seiten der Oder das Interesse an guter Nachbarschaft. Ein Team vom NDR hat sich auf die Reise von Stettin nach Danzig gemacht, eine Reise durch polnische Gegenwart und europäische Zukunft, denn unser östliches Nachbarland gehört zur ersten Gruppe der EU-Aufnahmekandidaten. Obwohl dies von fast allen Polen als unumkehrbare Rückkehr ins demokratische Europa begriffen wird, weckt der Sprung in eine neue Zeit nicht nur Hoffnungen, sondern auch Ängste. So berichten zum Beispiel Fischer und Kleinbauern über ihre Sorge, im europäischen Wettbewerb nicht mehr mithalten zu können. Junge Polen, Kaufleute und selbständige Handwerker sehen in der zukünftigen EU-Mitgliedschaft aber eher wirtschaftliche Vorteile. Die Dokumentation erinnert aber auch an das Pommern von einst. An ein Land mit romantischen Allen, sattgrünen Wiesen auf denen Störche Mäuse und Frösche jagen, jahrhundertealten Backsteinkirchen und einem unendlich weitem Horizont über riesigen Feldern.
So 16.04.06 NDR 00:15 bis 01:15 Uhr
EINE REISE DURCH HINTERPOMMERN
Reportage
Mit einem Polski Fiat, hoch zu Roß und auch per Schiff reisen Carola Fritz und Kai Nickel durch Hinterpommern. Auf ihrem Weg entlang der polnischen Ostseeküste treffen sie auf Deutsche, die in Polen leben, auf Ranger im Nationalpark Wolin, auf Fischer in Misdroy und einen außergewöhnlichen Künstler, der in den Grotten am Stadtrand von Swinemünde lebt. Sie erklimmen die riesigen Sandberge in den Wanderdünen von Leba und sind nahe der Grenze zur Kaschubei zu einem polnischen Festschmaus eingeladen. Sie lassen sich vom urwüchsigen Reiz der pommerschen Schweiz einfangen und kehren ein in Schlössern und Burgen. Pommern - das Land am Meer - hautnah erfahren und erlebt auf einer ungewöhnlichen Reise, abseits der Touristenpfade und befestigten Straßen.
So 16:04.06 NDR 01:15 bis 02:00 Uhr
WOLLIN
Usedoms polnische Schwester
Ein Film von Hartmut Idzko
Die polnische Insel Wollin bildet mit Usedom eine Barriere vor der Odermündung, die das sanfte Stettiner Haff vor der Ostsee schützt. Landschaftlich gleichen sich die beiden Eilande sehr, doch ist Wollin bis heute vom Massentourismus verschont geblieben. Aber langsam beginnen sich die Seebäder "fein zu machen", schon in einigen Jahren könnten sie zur Konkurrenz der noblen Seebäder auf Usedom werden. Mistroy ist bereits zum "Tummelplatz" der neuen polnischen Schickeria geworden und Jahr für Jahr fahren immer mehr Deutsche auf die andere Seite der Oder; um dort günstig Urlaub zu machen.
Eine Reise durch Wollin ist aber auch eine Fahrt durch die wechselvolle deutsche Geschichte, erinnert an Krieg und Vertreibung. Wir begegnen polnischen Vertriebenen, die zwangsumgesiedelt wurden und in alten deutschen Häusern eine neue Bleibe fanden. Eine neue Bedrohung durch die Deutschen, die sich auf der schönen Insel heute Ferienhäuser oder ganze Hotels kaufen, sehen sie aber nicht. Die Polen von heute sehen es pragmatisch: Man lebt eine gute Nachbarschaft und freut sich über jeden, der Geld ins Land bringt und Arbeit schafft.
So 16.04.06 NDR 02:00 bis 02:45 Uhr
WILDES MASUREN
Dokumentation
Bialowieza - Europas letzter Urwald
Masuren - das sind dunkle Wälder, klare Flüsse und tiefblaue Seen. Tiere bevölkern diese Landschaft im Nordosten Polens, die in vielen Teilen Europas längst verschwunden sind.
Wisente und Elche durchstreifen die ausgedehnten Wälder, Fischotter tauchen in sauberen Flüssen nach Beute. Hier bleibt im Einklang mit der Landwirtschaft noch Platz für Feuchtwiesen und Sümpfe, in denen sich die Frösche tummeln. Auch die Weißstörche finden hier noch ausreichend Nahrung. Kaum ein Bauernhof, der nicht ?seinen? Storch hat. Die Lebensbedingungen für diese ?Glücksbringer? sind so gut, dass manche Dörfer mehr Störche als Einwohner zählen. Ein Hauptdarsteller in diesem Film von Ulrich Nebelsieck ist der Wisent, der in Polen vor dem Aussterben bewahrt worden ist. Der Film zeigt die großen Wildrinder im Wechsel der Jahreszeiten und ihre Kälber beim Spiel. Doch er stellt auch jene Tierarten vor, für die sich die Lebensbedingungen selbst in Masuren immer weiter verschlechtern: Die Birkhühner etwa oder die blau schillernden Blauracken
So 16.04.06 NDR 02:45 bis 03:30 Uhr
EINE HERBSTREISE DURCH WESTPREUßEN
Von Thorn nach Hela
Auf seiner Herbstreise durch das ehemalige Westpreußen besuchte Wolfgang Wegner bekannte und unbekannte Ecken für den NDR. Die erste Station des Fernsehteams ist die Marienburg, am rechten Ufer der Nogat. Von hier aus regierten die Hochmeister des Deutschen Ordens.
Das an der Weichsel gelegene Thorn war zu deutscher Zeit unter anderem durch die Thorner Kathrinchen, eine Lebkuchenspezialität, bekannt. Heute haben sie einen polnischen Namen, aber gebacken werden sie immer noch nach dem alten Rezept.
Ilawa hieß in deutscher Zeit Deutsch-Eylau. Ganz in der Nähe befindet sich die Ruine des Schlosses Finckenstein, dessen berühmtester Gast Napoleon war. Zwei Monate im Jahre 1807 war Finckenstein das Hauptquartier des Korsen. Hier traf Napoleon die junge polnische Gräfin Walewska, in die er sich unsterblich verliebte.
In Elbing lebten Jahrhunderte lang tüchtige Handwerker und Händler. Anfang 1945 wurde die historische Altstadt mit ihren mittelalterlichen Häusern fast vollständig zerstört. Inzwischen haben die neuen, die polnischen Stadtväter von Elbing den größten Teil des alten Stadtkerns restauriert.
In Cadinen hatte Kaiser Wilhelm II. einen Sommerpalast. Das Gestüt gibt es noch immer, mit der Palastruine hat ein englischer Hotelier große Dinge vor. Das Anwesen soll Teil eines mondänen Hotelkomplexes für betuchte Touristen werden.
Am Frischen Haff entlang geht die Herbstreise nach Danzig. Die ehemalige Hansestadt ist heute Polens Tor nach Westeuropa. Im Hafen begegnen wir Angehörigen der polnischen Küstenwache, die heute europäische Außengrenzen bewachen.
Über das Seebad Zoppot und die Hafenstadt Gdingen geht es weiter zur Halbinsel Hela. Gestern wie heute leben viele dort von dem Bootsbau oder als Fischer.
Das ehemalige Westpreußen ist ein Land von stiller Schönheit und voller Melancholie. Ein Landstrich in Polen, mitten in Europa.
So 16.04.06 NDR 03:30 bis 04:15 Uhr
OSTPREUßENS KÜSTE
Teil 1: Elche, Sand und Seeadler
Ein Film von Susanne Hanke und Ernst Sasse
Grau ist das Frische Haff im Winter, Schaumkronen tanzen auf den Wellen, wenn die Winterstürme darüber hinweg fegen. Auch im Schreckenswinter 1944/45 zeigte sich die herbe Landschaft von ihrer unwirtlichsten Seite. Tausende Menschen kämpften sich über das zugefrorene Haff zur Hafenstadt Pilau - und so mancher versank in den eisigen Fluten. Wir folgen den Spuren der Flüchtenden in Gegenrichtung, von Westen nach Osten, vom Frischen zum Kurischen Haff, von der Weichsel bis zur Memel. Das Augenmerk liegt dabei auf der teilweise noch ursprünglichen Natur an der Küste des ehemaligen Ostpreußens. Erste Station ist Kaliningrad, das einstige Königsberg.
Viele Häuser sind verfallen, Löwenzahn und Gänseblume kämpfen um ein wenig Erde und Licht. Während in der Stadt das bisschen Natur ein Zeugnis von Verfall und Armseligkeit ist, führt sie an der Memel eindeutig die Regie. Wir begleiten einen Fischer die Memel herab bis ins Haff hinein. Hier lauern Reiher auf reiche Beute, ziehen Seeadler ihre Kreise, füttern Hunderte von Kormoranen ihre Jungen groß. Schon von der Memelmündung sind die gewaltigen Dünenberge auf der Kurischen Nehrung zu sehen. Ein Fotograf aus Nidden ist ständiger Begleiter der noch heute wandernden Sandberge, die schon mehrfach ganze Dörfer unter sich begruben. Seine Bilder zeigen Kuppen und Furchen, Hügel und Haken, sonderbare Gebilde, die der Wind formt. Im Wald mit seinen vom Wind bizarr verformten Kiefern leben Wildschweine, Füchse und sogar Elche.
Letzte Station ist die älteste Vogelwarte der Welt. 1901 wurde Rossitten, heute Rybatschij, gegründet. Die Vögel nutzen die Nehrung als Landbrücke auf ihrem Zug und finden ungestörte Rastplätze. Hier drehte der bekannte Tierfilmer Heinz Sielmann seinen ersten Film: "Vögel über Haff und Wiesen". Ausschnitte aus seinem Film und weitere Archivaufnahmen zeigen, wie wenig sich das Gesicht der Landschaft, allen politischen Veränderungen zum Trotz, in den vergangenen 60 Jahren gewandelt hat.
So 16.04.06 NDR 04:15 bis 05:00 Uhr
REISE DURCH OSTPREUßEN
Königsberg und Kurische Nehrung
Ein Film von Klaus Bednarz
50 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Flucht und Vertreibung der Deutschen aus Ostpreußen hat Klaus Bednarz diese einst östlichste Provinz Deutschlands besucht. Von Danzig über das Ermland und Masuren bis nach Königsberg, die Kurische Nehrung und Tilsit. Mit deutschen, polnischen und russischen Kameraleuten und Tontechnikern ist er mehrere Wochen kreuz und quer durch dieses heute zwischen Russland und Polen aufgeteilte Land gereist - fast 5000 Kilometer. Er ist dem Weg nachgefahren, auf dem seine Familie im Januar 1945 aus Ostpreußen flüchtete - von Ukta, dem Herzen Masurens, über das Eis des frischen Haffs. Er hat die Spuren deutscher Kultur und Geschichte gesucht und dabei Zerstörtes und Versunkenes gefunden. Aber auch mühsam Bewahrtes und liebevoll Restauriertes. Klaus Bednarz hat mit unzähligen Menschen im heutigen Ostpreußen gesprochen, denen dieses Land eine neue Heimat geworden ist: mit Bauern und Fischern in Masuren, Soldaten und Studenten in Königsberg, Naturschützern auf der Kurischen Nehrung und Russlanddeutschen in Trakehnen. Er hat diejenigen begleitet, die einst hier lebten und nun als "Heimweh-Touristen" ihre alten Häuser und Höfe besuchen - und oft nicht mehr wiederfinden. Bednarz hat sich faszinieren lassen von der Landschaft Ostpreußens, die noch immer so schön ist, wie sie in unzähligen Liedern und Gedichten beschrieben wird.
So 16.04.06 Südwest 15:40 bis 16:45 Uhr
REISE DURCH OSTPREUßEN (Teil 1)
Ostpreußen, das "Land der dunklen Wälder und kristallenen Seen". Ein Land, versunken in der Geschichte und dennoch für Millionen Menschen unvergessen. Seit die Grenzen in Europa gefallen sind, ist es auch für die Menschen in Deutschland wieder nahegerückt.
50 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Flucht und Vertreibung der Deutschen aus Ostpreußen hat Klaus Bednarz diese einst östlichste Provinz Deutschlands besucht. Von Danzig über das Ermland und Masuren bis nach Königsberg, die Kurische Nehrung und Tilsit. Mit deutschen, polnischen und russischen Kameraleuten und Tontechnikern ist er mehrere Wochen kreuz und quer durch dieses heute zwischen Russland und Polen aufgeteilte Land gereist - fast 5.000 Kilometer.
Er ist dem Weg nachgefahren, auf dem seine Familie im Januar 1945 aus Ostpreußen flüchtete - von Ukta, im Herzen Masurens, über das Eis des Frischen Haffs. Er hat die Spuren deutscher Kultur und Geschichte gesucht und dabei Zerstörtes und Versunkenes gefunden. Aber auch mühsam Bewahrtes und liebevoll Restauriertes - etwa den historischen Dom zu Frauenburg und das Grabmal Kants in Königsberg.
Mo 17.04.06 RBB 03:10 bis 03:35 Uhr
KOWALSKI TRIFFT SCHMIDT
Das deutsch-polnische Journal
Mo 17.04.06 Südwest 15:40 bis 16:25 Uhr
REISE DURCH OSTPREUßEN (Teil 2)
Königsberg und Kurische Nehrung
Ostpreußen, das "Land der dunklen Wälder und kristallenen Seen". Ein Land, versunken in der Geschichte und dennoch für Millionen Menschen unvergessen. Seit die Grenzen in Europa gefallen sind, ist es auch für die Menschen in Deutschland wieder nahegerückt.
50 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Flucht und Vertreibung der Deutschen aus Ostpreußen hat Klaus Bednarz diese einst östlichste Provinz Deutschlands besucht. Von Danzig über das Ermland und Masuren bis nach Königsberg, die Kurische Nehrung und Tilsit. Mit deutschen, polnischen und russischen Kameraleuten und Tontechnikern ist er mehrere Wochen kreuz und quer durch dieses heute zwischen Russland und Polen aufgeteilte Land gereist - fast 5.000 Kilometer.
Er ist dem Weg nachgefahren, auf dem seine Familie im Januar 1945 aus Ostpreußen flüchtete - von Ukta, im Herzen Masurens, über das Eis des Frischen Haffs. Er hat die Spuren deutscher Kultur und Geschichte gesucht und dabei Zerstörtes und Versunkenes gefunden. Aber auch mühsam Bewahrtes und liebevoll Restauriertes - etwa den historischen Dom zu Frauenburg und das Grabmal Kants in Königsberg.
Di 18.04.06 Südwest 22:35 bis 23:05 Uhr
WÄSCHE AUF ACHSE - TÄGLICH POLEN UND ZURÜCK
Eine Reportage von Rita Knobel-Ulrich
Jeden Tag um 13 Uhr dreht der Lastwagen aus Polen seine Runde. Die Hausdamen der Berliner Luxushotels Adlon, Interconti und Bristol warten schon. Eduard Sawicki, der Fahrer, klappert diese und noch an die 100 andere Hotels ab. 35 Tonnen Wäsche wuchtet er nach und nach in seinen LKW: Handtücher, Bademäntel, Tischtücher, Bettwäsche. Das Ziel: Polen. Im drei Fahrstunden entfernten Gryfino erledigen 400 Angestellte einer großen Wäscherei die Arbeit - waschen, reinigen, mangeln und falten rund um die Uhr. 24 Stunden später hat der Hotelgast seinen Bademantel flauschig zurück.
Im deutschen Wirtschaftleben mittlerweile eine kleine, ganz alltägliche Geschichte von Arbeit, die auswandert. Früher haben deutsche Wäschereien in Berlin und Brandenburg die Luxushotels beliefert. Warum heute nicht mehr? Warum fährt die Arbeit heute an denen vorbei, die sie früher gemacht haben? SWR-Autorin Rita Knobel-Ulrich ist auf Spurensuche gegangen.
"Was wir dort in Polen veranstalten, könnten wir in Deutschland gar nicht machen", sagt der Geschäftsführer der polnischen Wäscherei, ein Deutscher. Und meint damit, dass jedes Wäschestück von Hand gefaltet wird und sich das Hotel aussuchen kann, ob beim Bademantel der Kragen nach außen oder nach innen gelegt wird, je nach Wunsch des Hotels. Oder die Handtücher: Das Maritim hätte sie gerne fest, das Madison flauschig, das Hyatt die Tischtücher gefaltet, das Dorint hängend. Da dürfe nichts durcheinander kommen, auch nicht bei zig Tonnen Wäsche am Tag. Zudem sei in Polen 24 Stunden am Stück ein Mitarbeiter für die Kunden ansprechbar, "das ist man in Berlin ja auch nicht gewöhnt". Und: Niedrige Löhne seien nicht der einzige Grund, warum diese Jobs von Deutschland nach Polen ausgewandert seien.
Die Autorin verfolgt den Weg der Hotelwäsche aus deutschen Luxusherbergen: einmal Polen und zurück. Sie zeigt Menschen diesseits der Grenze, an denen die Arbeit vorbeigeht, und Menschen in Polen, die sie heute machen. Sie spricht mit polnischen Arbeitern und deutschen Arbeitslosen, mit Geschäftsführern und Hotelmanagern. Und fragt, ob es wirklich unausweichlich ist, dass hierzulande der Staat die Arbeitslosigkeit finanzieren muss und die Billigjobs außer Landes gehen.
Do 20.04.06 NDR 13:00 bis 13:30 Uhr
DAMPFWOLKEN ÜBER OSTEUROPA (Teil 2)
Aus der Reihe ?Eisenbahnromantik?
Auf der zweiten Etappe der Reise durch Osteuropa geht die Fahrt durch Ungarn, Tschechien und Polen. Höhepunkte der Fahrt sind der Besuch im Eisenbahnmuseum von Budapest, mit seinem teilweise uralten Dampflokbestand, und der Ausflug auf uralten Gleisen, die schon bald keine Züge mehr sehen werden.
Fr 21.04.06 Phoenix 14:00 bis 14:45 Uhr
MARE TV: POMMERSCHE BUCHT
Frühling zwischen Haff und Bodden
Ein Film von Jan Hinrik Drevs
Frühling zwischen Haff und Bodden: Mondäne Seebäder und unberührte Natur. Relikte des Zweiten Weltkriegs wie die Hubbrücke von Karnin oder Penemünde. Von Greifswald bis Stettin hat das Leben seinen ganz eigenen Rhythmus: Hier dreht sich das Leuchtfeuer links herum, Familien besuchen sich mit dem Ruderboot, Deutsche und Polen gehen gemeinsam auf Streife.
Fr 21.04.06 Phoenix 19:15 bis 21:00 Uhr
Sa 22.04.06 Phoenix 12:45 bis 13:30 Uhr
DANZIG
Aus der Reihe ?Metropolen des Ostens?
Ein Film von Karin Reiss
Danzig ist ein geschichtsträchtiger Ort: In der mächtigen Hansestadt an der Ostsee trieben Deutsche und Polen Jahrhunderte lang gemeinsam Handel und Kultur. Mit dem Krieg kam die Zerstörung. Nach 1945 wurde die Stadt polnisch, hieß fortan Gdansk. Die Schönheit der Stadt lag in Trümmern, fast alle Gebäude waren zerstört. Aber aus den Ruinen entstand eine neue alte Stadt: ein Paradebeispiel polnischer Restaurationskunst. Die prächtigen Patrizierhäuser erinnern an das "Goldene Zeitalter? - und ziehen viele Touristen an. Heute leben eine halbe Million Menschen in der Stadt. Sie sind stolz darauf, dass ihr Danzig die Geburtstätte der Gewerkschaft Solidarnosc ist. Auf der Danziger Werft, wo einst das Herz der Solidarnosc schlug, arbeiten heute weniger als 3.000 Menschen.
Miroslaw Purzyczko, sorgt sich um die Zukunft seiner Schweißerbrigade. Viele Werkhallen stehen schon seit Jahren leer. In einigen haben sich inzwischen junge Künstler eingenistet. Ola Olszewska, die Kioskfrau am Tor der Werft, hat sich an die "schrägen Vögel? gewöhnt. Zu ihr kommt jeder gern. Ola ist bereits Ende siebzig und war schon da, als die Werftarbeiter den Kommunismus ins Wanken brachten - vor 25 Jahren. Für die junge Musikstudentin Kasia Piastowska ihrerseits gibt es nichts Schöneres, als hoch oben im Turm der Katharinenkirche das einzigartige Glockenspiel erklingen zu lassen.
Der Film zeigt, was den Touristen oft verborgen bleibt: den Lebensalltag der Danziger, ihre Hoffnungen und Sorgen, ihren Stolz und ihre Würde. Er streift nicht nur über die schönen Fassaden dieser Stadt, sondern spürt vor allem das Leben dahinter auf.
So 23.04.06 RBB 19:00 bis 19:25 Uhr
Di 25.04.06 RBB 16:30 bis 17:00 Uhr
KOWALSKI TRIFFT SCHMIDT
Das deutsch-polnische Journal
Themen:
- Deutscher Spargel ohne Polen
Die Vorfreude auf die Ernte 2006 hält sich bei den deutschen Spargelbauern in Grenzen. Ob sie mit ihren polnischen Saisonarbeitern rechnen können ist ungewiss. Manch einer denkt bereits darüber nach, seinen Betrieb nach Polen zu verlagern.
- Die unheimlichen Bekannten
Der polnische Künstler Przemo Wojciechowski hat ganz normale Menschen aus Polen vor einer Infrarotkamera interviewt. Das Ergebnis ist die Licht- und Videoinstallation ?Strangers in the Night? auf dem Berliner Alexanderplatz.
- Maria für den Rest der Welt
Das Städtchen Nowa Sol ist nicht nur die Quelle der polnischen Gartenzwerge, hier werden auch die einzigen von der polnischen Kirche autorisierten Heiligenfiguren hergestellt und in alle Welt exportiert.
- Moderation: Ola Rosiak und Daniel Jander im polnischen Wallfahrtsort Wambierzyce / Albendorf
So 23.04.06 Phoenix 21:00 bis 21:45 Uhr
BEIDERSEITS DER ODER - PO OBU W STRONACH ODRY
Deutsch-polnisches Magazin
Mi 26.04.06 Phoenix 08:15 bis 09:00 Uhr
Do 27.04.06 Phoenix 18:30 bis 19:00 Uhr
DANZIG
Aus der Reihe ?Metropolen des Ostens?
Ein Film von Karin Reiss
Danzig ist ein geschichtsträchtiger Ort: In der mächtigen Hansestadt an der Ostsee trieben Deutsche und Polen Jahrhunderte lang gemeinsam Handel und Kultur. Mit dem Krieg kam die Zerstörung. Nach 1945 wurde die Stadt polnisch, hieß fortan Gdansk. Die Schönheit der Stadt lag in Trümmern, fast alle Gebäude waren zerstört. Aber aus den Ruinen entstand eine neue alte Stadt: ein Paradebeispiel polnischer Restaurationskunst. Die prächtigen Patrizierhäuser erinnern an das "Goldene Zeitalter? - und ziehen viele Touristen an. Heute leben eine halbe Million Menschen in der Stadt. Sie sind stolz darauf, dass ihr Danzig die Geburtstätte der Gewerkschaft Solidarnosc ist. Auf der Danziger Werft, wo einst das Herz der Solidarnosc schlug, arbeiten heute weniger als 3.000 Menschen.
Miroslaw Purzyczko, sorgt sich um die Zukunft seiner Schweißerbrigade. Viele Werkhallen stehen schon seit Jahren leer. In einigen haben sich inzwischen junge Künstler eingenistet. Ola Olszewska, die Kioskfrau am Tor der Werft, hat sich an die "schrägen Vögel? gewöhnt. Zu ihr kommt jeder gern. Ola ist bereits Ende siebzig und war schon da, als die Werftarbeiter den Kommunismus ins Wanken brachten - vor 25 Jahren. Für die junge Musikstudentin Kasia Piastowska ihrerseits gibt es nichts Schöneres, als hoch oben im Turm der Katharinenkirche das einzigartige Glockenspiel erklingen zu lassen.
Der Film zeigt, was den Touristen oft verborgen bleibt: den Lebensalltag der Danziger, ihre Hoffnungen und Sorgen, ihren Stolz und ihre Würde. Er streift nicht nur über die schönen Fassaden dieser Stadt, sondern spürt vor allem das Leben dahinter auf.
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