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Lebenslänglich Pole/Polin

Lebenslänglich Pole/Polin
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Nachrichten : 282

Programm vom 04.03. bis 17.03.06:

Fr 03.03.06 WDR 23:05 bis 00:35 Uhr
DER GRENZER UND DAS MÄDCHEN
Drama Deutschland/Polen 2004
Der BGS-Beamte Hans-Werner Müller (Axel Prahl) wird nach Polen in die Nähe der Grenze zur Ukraine versetzt, zu einer von Walter Rathke (Matthias Koeberlin) geleiteten Schulungsmaßnahme für Grenzschützer des neuen EU-Mitglieds Polen. Die selbstgerechte und nassforsche Art seines jüngeren Vorgesetzten macht Müller zu schaffen. Abends, in der Einsamkeit seines Zimmers in der Pension von Frau Podgorka (Barbara Morawiecz), grübelt er darüber nach, ob seine Frau Claudia (Birge Schade) sich von ihm scheiden lassen will.
Der deutsch-polnischen Gruppe von Grenzbeamten gelingt es, eine junge Schleuserin zu verhaften: Lippa (Margerita Breitkreiz). Aber als ein anderer Häftling mit einer Rasierklinge auf das Aufsichtspersonal losgeht, nützt sie das Durcheinander zur Flucht. Kurz darauf erkennt Müller sie in einer Passfoto-Kabine im Bahnhof. Obwohl er nicht im Dienst ist und Zivilkleidung trägt, will er das Mädchen festnehmen, aber zwei Passanten, die seinen Zugriff für einen Überfall halten, stellen sich ihm in den Weg. Mit seinem Wagen verfolgt der Grenzer das Mädchen, das mit dem Mofa zur ukrainischen Grenze flieht. Als Lippa ihr Fahrzeug hinwirft und in einen Wald rennt, läuft er ihr nach, aber dabei vertritt er sich das rechte Fußgelenk und kann nicht mehr auftreten. Verzweifelt bietet Müller der Schleuserin das Geld aus seiner Brieftasche an, aber sie zieht ein anderes "Geschäft" vor: Sie hilft ihm und er benimmt sich ihr gegenüber in Zukunft wie ein Freund. Lippa hilft Müller auf ihr Mofa und schiebt ihn zu seinem Auto. Rathke beauftragt Müller und die polnische Kollegin Agatha Lesko (Teresa Dzielska), einen Kontakt zu dem Leiter der ukrainischen Grenzbeamten in diesem Abschnitt herzustellen, und weil das nur informell geschehen kann, sollen sie Zivilkleidung tragen und Müllers Privatwagen für die Fahrt in die Ukraine benützen. Obwohl es erst Nachmittag ist, hat der Leiter der ukrainischen Grenzstation sich für diesen Tag bereits von seinen Mitarbeitern verabschiedet. Da Agatha Lesko die Gelegenheit nützen möchte, noch ein paar Stunden an ihrem Heimatort zu bleiben und später mit dem Bus zurückkommen will, steigt Müller allein wieder in seinen Wagen.
Unterwegs verlässt er die Hauptstraße und benützt Feldwege in der Hoffnung, Schleuser aufzuspüren. Vor einem Bauernhof wird er unversehens von Lippa aufgehalten, die gerade mit zahlreichen Gästen Geburtstag feiert. Sie lädt ihn zum Mitfeiern ein und erzählt ihm, dass ihr Vater sich nach dem Tod ihrer Mutter erhängte. Sie und ihr Bruder Rocki (Ivan Shvedoff) helfen Ukrainern bei der Flucht in das EU-Land Polen und sparen das dabei verdiente Geld, um selbst einmal nach Deutschland gehen zu können. Nach kurzer Zeit will Müller zurück zu seinem Einsatzort in Polen, aber einige der männlichen Gäste möchten unbedingt das Westauto ausprobieren. Während er auf seine Schlüssel wartet, trinkt er zu viel und wacht am anderen Morgen verkatert neben einem Huhn am Boden liegend auf.
Einige Tage später taucht Lippa bei Müller in der Kantine auf: Sie vermisst ihren Bruder und erkundigt sich, ob er verhaftet wurde. Das ist nicht der Fall. Müller fährt Lippa mit seinem Wagen zu einem Hotel an der Grenze, das sie mit ihrem Bruder für Notfälle als Treffpunkt vereinbart hat. Lippa überredet den deutschen Beamten, mit ihr aufs Zimmer zu kommen und lässt ihn auch nicht fort, als sie ein Bad nimmt. Plötzlich klopft es überall an den Türen: Eine Razzia! Lippa steigt aus der Wanne, hüllt sich in ein Handtuch und hält die Polizeibeamten kurz hin, um die Tür noch einmal schließen, sich anziehen und mit Müller durchs Fenster fliehen zu können. Müller befürchtet allerdings, dass die polnischen Polizisten die Kennzeichen der vor dem Hotel geparkten Autos notiert haben.
Überraschend kommt Claudia Müller zu Besuch. Sie wundert sich, als Frau Podgorka ihren Mann mitten in der Nacht weckt und eine junge Ukrainerin ? es ist Lippa ? ihn ersucht, ihr bei der Suche nach ihrem gestohlenen Mofa zu helfen. Sie erzählt ihm auch, dass Rocki von angeblichen Flüchtlingen im Wald zusammengeschlagen wurde. Das ist Teil eines regelrechten Krieges, den konkurrierende Schleuserbanden gegeneinander führen. Am anderen Morgen nimmt Claudia einen Zug zurück nach Deutschland: Sie wollte Hans-Werner nur persönlich sagen, dass sie ihn wegen eines anderen Mannes verlässt. "Ich will noch etwas vom Leben: mehr Feuer, mehr Pfeffer. Entschuldige, das hast du nicht."
Als Lippa bei einer weiteren Begegnung von ihrem Traum spricht, nach Deutschland zu kommen, macht Müller am Wochenende mit ihr einen Ausflug nach Berlin und versteckt sie an der deutsch-polnischen Grenze im Fond seines Wagens unter Wolldecken. Er nimmt sie auch wieder mit zurück zu seinem Einsatzort an der polnisch-ukrainischen Grenze. Dort beantragt er am nächsten Morgen seine Rückversetzung nach Berlin. Aber daraus wird nichts, weil man ihn mehrmals mit der Schleuserin fotografierte. Lippa und Rocki werden kurz darauf festgenommen. Müller halten sie deshalb für einen Verräter. Hans-Werner Müller lässt sich vorzeitig in den Ruhestand versetzen, und Claudia kehrt zu ihm in das neue, noch unfertige Haus zurück.
Frau Podgorka sagte einmal: "Die Deutschen haben immer verloren, wenn sie hierher gekommen sind."

So 05.03.06 3Sat 12:00 bis 13:00 Uhr
EINE BALTISCHE REISE
Gidon Kremer und die Kremerata Baltica
Ein Film von Michael Meert und Lothar Mattner
In Sigulda im Norden Lettlands findet während der Sommersonnenwende das Sigulda Musikfestival statt. 2004 spielte dort die Kremerata Baltica - ein Kammerorchester junger, hochbegabter baltischer Musiker, das sich der Geiger Gidon Kremer 1997 zu seinem 50. Geburtstag "schenkte". Unter Leitung des gebürtigen Letten hat es sich zu einem weltweit beachteten Kammerorchester entwickelt.
Michael Meert und Lothar Mattner haben Gidon Kremer auf dem Musikfestival Sigulda 2004 getroffen.

So 05.03.06 Arte 13:00 bis 14:00 Uhr
WER IST ANNA WALENTYNOWICZ?
Dokumentation
Die Solidarnosc, die erste unabhängige selbst verwaltete Gewerkschaft des Ostblocks, entsteht im Sommer 1980 aus einer Streikbewegung heraus und wirkt an der politischen Wende im Sommer 1989 entscheidend mit. Den Vorsitz der neuen Gewerkschaft übernimmt zunächst der ehemalige Werftelektriker Lech Walêsa. Er stellt innerhalb weniger Tage das alte Streik-Komitee kalt. Anna Walentynowicz, die zu den Gründungsmitgliedern der Gewerkschaft gehört, bekämpft Walêsas Führungsstil, da er immer mehr die Interessen der Partei und der Regierung zu vertreten scheint und nicht die der Arbeiter. 1981 halten die Sowjetarmee und die NVA der DDR an der polnischen Grenze demonstrativ Manöver ab. Ein zweiter Prager Frühling droht. Im Winter wird daraufhin in Polen von Staatschef General Jaruselski das Kriegsrecht ausgerufen. Solidarnosc wird verboten, Anna wird verhaftet. Systematisch verschwinden alle Bilder von ihr und ihr Name wird nicht einmal mehr in den Selbstdarstellungen von Solidarnosc erwähnt. Während sie die nächsten Jahre unter schrecklichen Bedingungen und unter Lebensgefahr im Gefängnis verbringt, erfährt sie, dass Walêsa immer mehr mit den neuen Machthabern kooperiert und sogar zum Oberst befördert wird. 1983 wird Anna Walentynowicz aus der Haft entlassen. Etwa zeitgleich, am 5. Oktober 1983, erhält Lech Walêsa den Friedensnobelpreis, während Anna Walentynowicz außerhalb Polens bereits in Vergessenheit geraten ist. Doch die Bewegung, die sie begründet hat, lebt weiter und initiiert eine der größten politischen Umwälzungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Dies ist ein Film über den ewigen Konflikt zwischen moralischem Anspruch und politischer Machbarkeit, über die Niederlage der Helden und den Sieg der Pragmatiker. Eine Geschichte über Männer und Frauen, ihr Verhältnis zur Macht und das abenteuerliche Leben der Arbeiterführerin Anna Walentynowicz, die entscheidend für den Aufbau der Solidanorsc-Bewegung war. Für den Film "Wer ist Anna Walentynowicz?" erhielt Regisseurin Sylke Rene Meyer den Sir Peter Ustinov Award bei den 28. International Emmy Awards New York 2000 und den zweiten Preis beim Tankred-Dorst-Drehbuchpreis der Drehbuchwerkstatt München 2001.

So 05.03.06 Hessen 16:30 bis 17:15 Uhr
LEMBERG
aus der Reihe ?Bilder einer Landschaft?
Die Stadt trägt viele Namen und jeder dieser Namen steht für eine Epoche. Auf der Landkarte heißt es ukrainisch Lviv, Lvov ist der gebräuchliche russische Name. Das polnische Lwów und der Name Lemberg führen in die Vergangenheit zurück.
400 Jahre lang war Lemberg polnisch. Dann fiel die Stadt 1772 an die Habsburger. Sie wurde Hauptstadt von Galizien und entwickelte sich unter der k. u. k. Monarchie vom heruntergekommenen Provinzstädtchen zu einer der Metropolen Europas. Ende des 19. Jahrhunderts war Lemberg die viertgrößte Stadt des Habsburger-Reiches nach Wien, Budapest und Prag. Es war die Blütezeit: Der Kaiser hieß Franz Joseph und die Verwalter waren polnisch. Polen bildeten die auch stärkste Bevölkerungsgruppe, dann folgten Juden, Ruthenen (Ukrainer), Deutsche und Armenier. Die Altstadt ist in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen worden. Hier findet sich die Architektur nahezu aller Epochen. So holten sich reiche polnische Kaufleute Baumeister aus Italien. Der Marktplatz, der Ring, ist ein einzigartiges Ensemble von unzerstört gebliebenen Gebäuden aus der Zeit der Renaissance und des Barock. In der Armenischen Straße ist der Dom zugleich Bischofssitz: eine Kirche, deren verspielte Farbigkeit Motive des Jugendstils mit orientalischen Traditionen zusammenbringt. Lemberg, das Zentrum der Kulturen, geriet im 1. Weltkrieg in den zerstörerischen Kampf von Nationalismen und Weltanschauungen. 1919 wurde die Stadt polnisch. Als Folge des Hitler-Stalin-Paktes marschierten 1993 Russen ein. 1941 besetzten schließlich deutsche Truppen Lemberg und verbreiteten Terror: Die SS deportierte 120.000 Juden. Nach dem Sieg der Roten Armee wurden die Polen aus der Stadt vertrieben und Ukrainer und Russen angesiedelt. Heute ist Lemberg eine Stadt mit 830 000 Einwohnern in einem jungen Staat.
Der Film von Peter Solfrank begegnet einer Stadt, die durch stürmische und entbehrungsreiche Zeiten gegangen ist, die sich langsam festigt und die auf der Suche nach einer eigenen Identität ist.

Mo 06.03.06 Hessen 20:15 bis 20:59 Uhr
DER BUG
Die wilde Grenze im Osten
Ein Film von Marion Pöllmann
Ein mächtiger Strom, ungezähmt von Menschenhand, das ist der Bug. Insgesamt ist der Bug 772 Kilometer lang. Auf 383 Kilometern ist er die natürliche und politische Grenze Polens und vereint sich dann, stets Richtung Westen fließend, mit Narew und Weichsel.
2004 ist der Bug die längste Grenze der EU zum Osten geworden, zu Weißrussland und der Ukraine. Der Bug ist eine natürliche Grenze, mit Auenwäldern und Überschwemmungsgebieten. Regelmäßig tritt der Fluss über die Ufer und setzt seine Auen unter Wasser. Ein Brutgebiet für zahllose seltene Vogelarten wie Kraniche, Schwarzstörche oder Wiedehopfe. Entlang seiner Ufer scheint die Zeit stillzustehen. Hier scheint der Mensch sich noch im alten Rhythmus der Natur zu bewegen.

Mo 06.03.06 Hessen 20:59 bis 21:45 Uhr
WOLLIN - USEDOMS POLNISCHE SCHWESTER
Ein Film von Hartmut Idzko
Die polnische Insel Wollin bildet mit Usedom eine Barriere vor der Odermündung, die das sanfte Stettiner Haff vor der Ostsee schützt. Landschaftlich gleichen sich die beiden Eilande sehr, doch ist Wollin bis heute vom Massentourismus verschont geblieben. Aber langsam beginnen sich die Seebäder "fein zu machen", schon in einigen Jahren könnten sie zur Konkurrenz der noblen Seebäder auf Usedom werden. Mistroy ist bereits zum "Tummelplatz" der neuen polnischen Schickeria geworden und Jahr für Jahr fahren immer mehr Deutsche auf die andere Seite der Oder; um dort günstig Urlaub zu machen.
Eine Reise durch Wollin ist aber auch eine Fahrt durch die wechselvolle deutsche Geschichte, erinnert an Krieg und Vertreibung. Wir begegnen polnischen Vertriebenen, die zwangsumgesiedelt wurden und in alten deutschen Häusern eine neue Bleibe fanden. Eine neue Bedrohung durch die Deutschen, die sich auf der schönen Insel heute Ferienhäuser oder ganze Hotels kaufen, sehen sie aber nicht. Die Polen von heute sehen es pragmatisch: Man lebt eine gute Nachbarschaft und freut sich über jeden, der Geld ins Land bringt und Arbeit schafft.

Mo 06.03.06 BR-Alpha 23:45 bis 00:35 Uhr
SOLL UND HABEN
Zum 80. Geburtstag von Andrzej Wajda
Ein Selbstproträt

Mi 08.03.06 NDR 11:30 bis 12:15 Uhr
DER TANZ DES HAUBENTAUCHERS
Verborgene Schönheit in Schlesien
Ein Film von Wieland Lippoldmüller
In Schlesien (Westpolen), etwa 50 km nördlich von Breslau (Wroclaw), liegt ein nahezu unbekanntes Naturparadies, die Militzer Teiche. Bereits vor etwa 800 Jahren wurden sie von den Zisterziensern zur Fischzucht angelegt. Heute gehören diese verborgenen Schönheiten zu bedeutendsten Vogelschutzgebieten Polens. Hier brüten über 170 Vogelarten, und viele Arten nutzen die Teiche als Rastplätze auf ihrem Zug in den Norden oder Süden. Im zeitigen Frühjahr, wenn die Seen noch zugefroren sind, kann man bereits Seeadler beobachten, sie nisten in den umgebenden Wäldern. Wenn das Eis aufgebrochen ist, treffen die ersten Gänse, Enten und Taucher ein. Im späten Frühjahr sind die Seen, Schilfzonen und Sumpfwiesen erfüllt von Rufen und Gesängen der Vögel. Besonders eindrucksvoll ist das Balzspiel der Haubentaucher . Auf den Dächern der nahe gelegenen Bauernhöfe nisten Weißstörche. Sie finden in den Sumpfwiesen genügend Frösche und Lurche für ihre Jungen. In den Sumpfwäldern rund um die Teiche leben heute wieder Biber. Seit ihrer Einbürgerung Mitte des vorigen Jahrhunderts haben sie sich wieder vermehrt und beeinflussen mit ihren Dämmen den Wasserstand der Teiche.

Fr 10.03.06 ZDF 00:20 bis 01:50 Uhr
DREI FARBEN: WEIß
Zweiter Teil der Trilogie von Regisseur Krzysztof Kieslowski
Frankreich/Schweiz/Polen 1993
Durch seine Frau verliert der Pole Karol sein gesamtes Vermögen. Verzweifelt wille er sich rächen.

So 12.03.06 RBB 16:20 bis 16:35 Uhr
Mo 13.03.06 RBB 10:30 bis 10:45 Uhr
WARSCHAUER NOTIZEN
Ein feuilletonistisches Magazin

So 12.03.06 RBB 19:00 bis 19:25 Uhr
Di 14.03.06 RBB 16:30 bis 17:00 Uhr
KOWALSKI TRIFFT SCHMIDT
Das deutsch-Polnische Journal

O 01.03.2006 um 21:52 Uhr Offline Foto-Profil myNickpage myGästebuch Private Nachricht
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