
Lebenslänglich Pole/Polin

Nachrichten : 282
| Fr 27.07.07 NDR 12:15 bis 13:00 Uhr
So 29.07.07 WDR 14:45 bis 15:25 Uhr
Di 31.07.07 WDR 14:15 bis 15:00 Uhr
OSTPREUßENS KÜSTE
Teil 1: Elche, Sand und Seeadler
Ein Film von Susanne Hanke und Ernst Sasse
Grau ist das Frische Haff im Winter, Schaumkronen tanzen auf den Wellen, wenn die Winterstürme darüber hinweg fegen. Auch im Schreckenswinter 1944/45 zeigte sich die herbe Landschaft von ihrer unwirtlichsten Seite. Tausende Menschen kämpften sich über das zugefrorene Haff zur Hafenstadt Pilau - und so mancher versank in den eisigen Fluten. Wir folgen den Spuren der Flüchtenden in Gegenrichtung, von Westen nach Osten, vom Frischen zum Kurischen Haff, von der Weichsel bis zur Memel. Das Augenmerk liegt dabei auf der teilweise noch ursprünglichen Natur an der Küste des ehemaligen Ostpreußens. Erste Station ist Kaliningrad, das einstige Königsberg.
Viele Häuser sind verfallen, Löwenzahn und Gänseblume kämpfen um ein wenig Erde und Licht. Während in der Stadt das bisschen Natur ein Zeugnis von Verfall und Armseligkeit ist, führt sie an der Memel eindeutig die Regie. Wir begleiten einen Fischer die Memel herab bis ins Haff hinein. Hier lauern Reiher auf reiche Beute, ziehen Seeadler ihre Kreise, füttern Hunderte von Kormoranen ihre Jungen groß. Schon von der Memelmündung sind die gewaltigen Dünenberge auf der Kurischen Nehrung zu sehen. Ein Fotograf aus Nidden ist ständiger Begleiter der noch heute wandernden Sandberge, die schon mehrfach ganze Dörfer unter sich begruben. Seine Bilder zeigen Kuppen und Furchen, Hügel und Haken, sonderbare Gebilde, die der Wind formt. Im Wald mit seinen vom Wind bizarr verformten Kiefern leben Wildschweine, Füchse und sogar Elche.
Letzte Station ist die älteste Vogelwarte der Welt. 1901 wurde Rossitten, heute Rybatschij, gegründet. Die Vögel nutzen die Nehrung als Landbrücke auf ihrem Zug und finden ungestörte Rastplätze. Hier drehte der bekannte Tierfilmer Heinz Sielmann seinen ersten Film: "Vögel über Haff und Wiesen". Ausschnitte aus seinem Film und weitere Archivaufnahmen zeigen, wie wenig sich das Gesicht der Landschaft, allen politischen Veränderungen zum Trotz, in den vergangenen 60 Jahren gewandelt hat.
Fr 27.07.07 MDR 16:15 bis 17:00 Uhr
JANOSIK, HELD DER BERGE
12-teilige polnische Abenteuerserie aus dem Jahre 1973.
2. Was recht ist, muss Recht bleiben
Janosik ist inzwischen Mitglied einer berüchtigten Bande. Sie plündert, mordet sinnlos, überfällt Kaufleute am Wegesrand. Die erbeutete Ware wird in einer Höhle gestapelt. Zwischen Janosik und dem Räuberhauptmann Jakubek kommt es zum Streit. Janosik lehnt sich gegen das sinnlose Morden auf, das Jakubek aus blindem Hass begeht. Bei einer Kraftprobe ist Jakubek der Unterlegene. Verletzt in seiner Eitelkeit, trachtet er fortan Janosik nach dem Leben...
So 29.07.07 3Sat 20:55 bis 21:15 Uhr
KRAKAU, POLEN - DIE HEIMLICHE HAUPTSTADT
Ein Film von Janusz Plonski
Die Bedeutung von Krakau liegt nicht in seiner Größe - die Stadt hat nur 750.000 Einwohner. Doch in der Stadt an der Weichsel liegen die Wurzeln der polnischen Nationalidentität: Obwohl nur bis 1596 offiziell Hauptstadt Polens, war Krakau Zeuge der Höhen und Tiefen in der tausendjährigen Geschichte des polnischen Staats. Im Jahr 1000 wurde hier ein Bistum gegründet, und 1038 wurde Krakau von König Kasimir dem Erneuerer zur polnischen Hauptstadt ernannt. Aus dieser Zeit stammen auch erste Bauten auf dem Wawelhügel. Krakau wurde im Lauf seiner Geschichte mehrmals verwüstet und zerstört - unter anderem von Tataren und Schweden - und immer wieder aufgebaut. So stehen heute gotische Gebäude neben Barock- und Renaissancebauwerken.
Der Film von Janusz Plonski zeigt die wichtigsten Plätze Krakaus: das Wawelschloss, mit seiner wunderschönen Kathedrale auf einer Anhöhe etwas abseits der Altstadt gelegen, die Universität, die Krakau im 14. Jahrhundert zum Wissenschafts- und Kulturzentrum Osteuropas machte und an der auch Nikolaus Kopernikus studiert hat, sowie die Marienkirche mit dem größten Krakauer "Schatz", dem Veit-Stoß-Altar aus dem späten 15. Jahrhundert.
Mo 30.07.07 MDR 16:15 bis 17:00 Uhr
JANOSIK, HELD DER BERGE
12-teilige polnische Abenteuerserie aus dem Jahre 1973.
3. Teil: Kleider machen Leute
Janosik wird feierlich zum Räuberhauptmann gekürt. Währenddessen plündern Heiducken im Dorf die Bauerngehöfte, und der Graf hat Befehl gegeben, Janosik zu fangen. Seine Wachmannschaften verkleiden sich als Räuber, überfallen friedliche Kaufleute - werden aber von Janosik und seinen Leuten vertrieben. Blamiert und halb nackt kehren sie zum Herrensitz zurück, während Janosik die Beute der Kaufleute einstreicht und sie an die bestohlenen Bauern des Dorfes verteilt.
Mo 30.07.07 NDR 23:00 bis 23:25 Uhr
SCHLAFLOS IN ST. PETERSBURG
Ein Streifzug durch die Weißen Nächte
Ein Film von Patrik Baab
Wenn in den Monaten Juni und Juli in St. Petersburg der Abend kommt, dann beginnt keineswegs die Nacht. Die Stadt am Finnischen Meerbusen liegt so weit nördlich, dass es im Sommer nicht mehr dunkel wird - es bleibt ein mattes, silbrigblaues Glühen am Himmel. Wenn in den Weißen Nächten Abendröte und Morgensonne ineinander fließen, dann beginnt nach langem, harten Winter eine kurze Zeit des Glücks: Russische Geschäftsleute feiern ausschweifende Partys, Hochzeitspaare besiegeln auf der Wassili-Insel den Bund fürs Leben und Touristen bewundern die großartige Kulisse der Stadt bei nächtlichen Bootstouren auf der Newa.
Auf ihrem Weg durch die Nacht begleitet Patrik Baab fünf Petersburger - und blickt dabei auch hinter die Fassaden der prächtigen Paläste. Der Weg dieser Menschen zeichnet ein Bild der russischen Ostsee-Metropole und gleichzeitig ein Porträt des neuen Russland.
Mo 30.07.07 NDR 23:25 bis 00:55 Uhr
POMMERLAND
Ein Film von Volker Koepp
Alte Dörfer, weite Felder, Baumalleen, Wälder, die Ostsee, der hohe Himmel: das ist Pommern, auch Pomorze genannt, das Land am Meer. Das östlich der Oder gelegene Hinterpommern gehört seit 1945 zu Polen. Seine Geschichte ist geprägt von Kriegen und Teilungen: Heere aus Schweden, Russland, Frankreich, Pommersche Herzöge, Brandenburgische Erbfolge, preußische Provinz ... Es ist eine Region, mit der die Deutschen seit Jahrhunderten eng verknüpft waren. Wenige Tage nach dem Beitritt Polens zur Europäischen Union im Mai 2004 beginnt die Filmreise von Volker Koepp und Kameramann Thomas Plenert. Gemeinsam mit dem
90-jährigen Adolf-Heinrich von Arnim, der seine Kindheit und Jugend auf einem der Güter in Hinterpommern verbrachte, kehrt der Film zurück in die Gegend um Stolp (Slupsk). Hier leben die Menschen seit jeher von der Landwirtschaft. Halina und Janek müssen mit ihren sieben Kindern ums tägliche Überleben kämpfen. Die 80-jährige Luise geborene Papenfuß ist eine der wenigen Deutschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Pommern blieb und einen Polen heiratete. Eine Entscheidung, die sie nie bereut hat. Heute lebt die Witwe bei ihren Kindern. Es ist ein sehr einfaches Leben, denn ein festes Einkommen haben weder ihre Kinder noch ihre Enkel.
Durch die politischen Veränderungen der letzten Jahre und den Zusammenbruch der Staatsgüter gibt es in der Region nur noch wenig Arbeit. Fast 75 Prozent der Menschen sind arbeitslos. Viele junge Leute verlassen diesen dünn besiedelten Landstrich. Aber es gibt auch idealistische Neuanfänge: Zehn Jahre lang haben Meggy und Gregor in Deutschland und England gelebt. Vor kurzem ist das junge polnische Ehepaar zurückgekehrt. Nun versuchen sie, die brachliegende Landwirtschaft auf einem der alten Güter mit Hilfe von EU-Geldern wiederzubeleben. Liebevoll und detailgetreu restaurieren sie Stück für Stück den ehemaligen Gutshof. Dabei werden sie auch mit der deutschen Vergangenheit an diesem Ort konfrontiert.
Volker Koepp zeichnet in seinem Film ein differenziertes Bild Pommerns zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Im filmischen Kontext von Landschaften und Lebensläufen öffnet sich der Blick auf eine andere Lebenswirklichkeit.
Di 31.07.07 MDR 16:15 bis 17:00 Uhr
JANOSIK, HELD DER BERGE
12-teilige polnische Abenteuerserie aus dem Jahre 1973.
4. Teil: Doppelt jagen, heißt leer ausgehen
Maryna, ein hübsches Bauernmädchen und Janosiks große Liebe, arbeitet auf dem Gut des Grafen. Der Graf will das Mädchen gegen seinen Willen verheiraten. Er läßt Maryna auf sein Schloss entführen. Janosik erfährt davon und kann mit seiner Räuberbande nach ausgeklügeltem Plan das Mädchen wieder befreien.
Di 31.07.07 Arte 20:15 bis 20:40 Uhr
SOMMER, SONNE, STRAND: POLEN, SOPOT
Sopot liegt ein paar Kilometer außerhalb von Gdansk, dem früheren Danzig. Dort begann mit dem Überfall auf Polen am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Preußen, Deutsche, Polen und Russen bereiteten dem Ort eine bewegte Geschichte. Nicht zu vergessen ist auch die Lenin-Werft, in der die Solidarnosc-Bewegung von Lech Walesa ihren Anfang nahm. Dennoch waren Danzig und der Küstenort Sopot mit seiner langen Mole immer auch Orte des Friedens, der Lebensfreude und der Kultur. Der aus Polen stammende Starregisseur Roman Polanski drehte hier seinen ersten Film, "Das Messer im Wasser".
Mi 01.08.07 RBB 15:45 bis 16:15 Uhr
DIE ELBE
Eine böhmische Flusslandschaft
Aus der Reihe ?Weltreisen?
Ein Film von Klaus-Rüdiger Metze
Anfang und Ursprung des drittgrößten Flusses in Mitteleuropa liegen hoch im sagenumwobenen Riesengebirge im Osten der Tschechischen Republik hart an der polnischen Grenze. Anfang einer Entdeckungsreise des ARD-Teams aus dem Studio Prag entlang der Labe - wie die Elbe in Tschechien heißt. Ein Ausflug in eine grandiose uralte Flusslandschaft mit ihren Geschichten von Gestern und Heute und mit vielen Überraschungen: Einzigartige Naturdenkmäler, unberührte Wälder, vergessene Schlösser und verträumte Dörfer im vom Massentourismus noch verschonten Nationalpark. Eine Reise auch in die Vergangenheit auf die historischen Schlachtfelder des 19. Jahrhunderts mit Kriegen, die in monumentalen Freilichtaufführungen jedes Jahr wieder lebendig werden.
Der letzte Fährmann der böhmischen Labe und eine besondere Pferderasse, die, heute zu einer Art nationalem Symbol geworden, auf den Elbwiesen zu bestaunen ist. All das ist die Elbe in Böhmen, die mit dem Fall der Grenzen wieder wurde, was sie seit Jahrhunderten war: der Fluss in der Mitte Europas, der West und Ost miteinander verbindet.
Mi 01.08.07 MDR 16:10 bis 17:00 Uhr
JANOSIK, HELD DER BERGE
12-teilige polnische Abenteuerserie aus dem Jahre 1973.
5. Teil: Je später der Abend, desto schöner die Gäste
Auf Wunsch einer jungen Verwandten des Grafen, die zu Besuch gekommen ist, wird auf dem Gut ein Ball gegeben. Hierzu werden die schönsten Mädchen des Dorfes auf das Schloss entführt. Als Janosik davon erfährt, schleicht er sich mit seinen Räubergesellen ins Schloss. Sie mischen sich unter die Gäste, um ihre Mädchen zu beschützen. Als sie dennoch erkannt werden, kommt es zu einer kräftigen Prügelei.
Mi 01.08.07 NDR 20:15 bis 21:00 Uhr
Fr 03.08.07 NDR 12:15 bis 13:00 Uhr
OSTPREUßENS WÄLDER
Land der Wisente, Biber und Störche
Ostpreußen ist ein Land der Seen und historischen Städte. Seine tiefen Wälder aber haben noch viel mehr zu bieten: eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt, wie man sie nur noch in wenigen europäischen Gebieten findet. Der Naturfilmer Thomas Willers stellt diese abgelegene Region Osteuropas in allen Jahreszeiten vor. Die weiten Wälder und angrenzenden Wiesen bieten Platz für große Herden von frei lebenden Wisenten, Wildschweinen und Damwild. Auch Füchse gibt es hier, obwohl sie in der Vergangenheit von Jagdgesellschaften arg verfolgt wurden. Heute können sie in der von Menschen fast ungestörten Natur gut überleben. Auch der artenreichen Vogelwelt kommt die Ruhe dieser faszinierenden Naturlandschaft zugute: Störche und Kraniche sind hier beheimatet, Eisvögel und viele Arten von Singvögeln. Ostpreußen ist ein melancholisches Land, von vielen Bewohnern verlassen. Geblieben ist die einmalige Natur: satte Wiesen, von kleinen Bächen durchzogen, tiefe Wälder - eine unfassbare Idylle, von Förstern bewacht, von den wenigen hier lebenden Bauern und Fischern kaum gestört, eine faszinierende Region im Osten Polens.
Do 02.08.07 Phoenix 06:20 bis 07:05 Uhr
MASUREN (1)
2-teilige Reportage von Wolf von Lojewski
Der Fernsehjournalist hatte von seinen Eltern einst die Mahnung mit auf den Weg bekommen, nie seine Heimat aus den Augen zu verlieren. Nach vielen Jahren, die er in aller Welt verbrachte, macht er dies nun wahr. Er nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Masurens. Heute ist es kaum noch vorstellbar, wie riesig die Ländereien der alten ostpreußischen Geschlechter waren. IOm 15. Jahrhundert waren ihre Vorfahren in den Osten gezogen, um dem Deutschen Ritterorden als Söldner zu dienen. Ganze Landstriche und die dazugehörigen Dörfer wurden ihnen dafür als Lehen und später als Eigentum gegeben. Nun sind sie wieder in polnischer Hand. Im Herzen Masurens, in Nikolaiken, findet ein evangelischer Gottesdienst statt: die gemeinsame Taufe eines deutschen und eines polnischen Kindes. Junge Polinnen und Polen lernen Deutsch in einem Gymnasium, das den Namen Marion Gräfin Dönhoffs trägt. Auch sie kam aus einer der ostpreußischen Dynastien und wurde zum Symbol der Versöhnung zwischen den Feinden von einst. Nicht alle Geschichten auf dem Weg sind heiter, doch Polen steht kurz vor dem Beitritt in die EU. Die kleinen Städte Masurens sind oft noch ein Mischmasch aus sozialistischem Grau und den grellen Farben westlicher Werbung.
Do 02.08.07 Phoenix 07:05 bis 07:50 Uhr
MASUREN (2)
Im russischen Grenzland
2-teilige Reportage mit dem Fernsehjournalisten Wolf von Lojewski
Nie solle er die alte Heimat vergessen, hatten Wolf von Lojewskis Eltern ihrem Sohn mit auf den Weg gegeben. Aber erst jetzt, nach vielen Reisen um die ganze Welt, hat der langjährige ZDF-Korrespondent diese Mahnung beherzigt. Mit einem Filmteam reiste er nach Masuren. Von dort brachte er Bilder unberührter Landschaften mit und Geschichten von Deutschen und Polen, die die Versöhnung zweier Völker im Alltag vorleben.
Land der tausend Seen wird Masuren auch genannt. Das ist ausnahmsweise mal untertrieben, denn insgesamt gibt es in dieser Region mehr als 3000 Seen. Die letzte Etappe seiner Reise führt Wolf von Lojewski über die Grenze ins Kaliningrader Gebiet. Auch hier ist die Erinnerung an die Zeit, als Masuren deutsch war, kein Tabu mehr. In Königsberg gibt es sogar Stadtführungen speziell für heitatvertriebene Deutsche. Außerdem besuchte das TV-Team Insterburg.
D0 02.08.07 MDR 16:15 bis 17:00 Uhr
JANOSIK, HELD DER BERGE
12-teilige polnische Abenteuerserie aus dem Jahre 1973.
6. Teil: Taler, Taler, du mußt wandern
Die Bauern sollen neue Naturalsteuern zahlen. Janosik will diese Steuern aus der Beute der Räuber hergeben. Doch die Häscher des Grafen sind schneller und entwenden wiederum die Gelder. Janosik ist den Dieben auf der Spur. Sie fangen den Hauptmann und seine Wachen. Eingesperrt in einen Brunnen mit Ratten und Mäusen wird die Aufhebung der neuen Steuer erzwungen.
Fr 03.08.07 MDR 16:15 bis 17:00 Uhr
JANOSIK, HELD DER BERGE
12-teilige polnische Abenteuerserie aus dem Jahre 1973.
7. Teil: Das schlägt dem Fass den Boden aus
Um die Räuberbande des legendären Janosik endlich zu liquidieren, werden auf Anforderung des Grafen Horvath kaiserliche Truppen in das Gebiet der Karpaten geschickt. Einer solchen Übermacht fühlt sich Janosik und seine Bande nicht gewachsen. Sie verlassen die Gegend. Unterwegs erleben sie wie Bauern von Heiducken geschlagen werden. Sie befreien die Bauern. Ein Fest mit einem ganzen Fass Branntwein wird zur Feier des Tages herangeschafft. Es beginnt in den Bergen ein feuchtfröhliches Gelage, das den Rebellen beinahe zum Verhängnis wird.
Fr 03.08.07 RBB 16:15 bis 17:00 Uhr
AUF DER KURISCHEN NEHRUNG
Aus der Reihe "Länder, Menschen, Abenteuer"
Ein Film von Wolfgang Wegner
Die Kurische Nehrung mit ihren endlos langen Sandstränden, den geheimnisvollen Lichtspiegelungen und den zweithöchsten Dünen Europas zählt zu den europäischen Traumlandschaften. Etwas mehr als die Hälfte der knapp hundert Kilometer langen Nehrung gehört zu Litauen, der andere Teil zu Russland. Die Nehrung trennt das Kurische Haff von der Ostsee.
Ein Fernsehteam hat im Sommer 2006 die Kurische Nehrung bereist, die auch zu deutscher Zeit als Traumziel galt. Ortsnamen wie Sandkrug, Erlenhain, Schwarzort oder Nidden im litauischen Teil, Pillkoppen oder Rossitten im russischen Teil, waren Inbegriff von Reisezielen der Sehnsucht, von Ostseeromantik und heiler Welt. In Nidden hat Thomas Mann mit seiner Familie viele Sommer verbracht; auch Ernst Wiechert und Carl Zuckmayer hielten sich hier auf. Und schon Wilhelm von Humboldt schrieb 1809: "Die Kurische Nehrung ist so merkwürdig, dass man sie eigentlich ebenso gut als Spanien oder Italien gesehen haben muss, wenn einem nicht ein wunderbares Bild in der Seele fehlen soll."
An vielen Orten auf der Nehrung scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Die Häuser von Nidden, litauisch Nida, sehen noch aus wie früher. Das Filmteam begegnet unterschiedlichen Menschen auf der Kurischen Nehrung: Christel Tepperis ist eine der letzten hier geborenen Deutschen und gehört zu den ganz wenigen, die noch Kurisch sprechen, die alte Sprache der Fischer von der Nehrung. Die junge Litauerin Aujra Feser hat zusammen mit ihrem Mann Werner ein kleines Touristik-Unternehmen gegründet und bringt nun Gästen aus aller Welt die Schönheit der Nehrung und des Haffs nahe.
Es gibt ein Treffen mit dem Leuchtturmwärter von Nidden und dem Förster aus dem Elchwald sowie einem pensionierten Kurenkahn-Kapitän und einem passionierten Bernsteinsammler. Unterwegs mit litauischen Grenzschützern und einem Fischer auf dem Kurischen Haff wird eine filmische Reise zwischen heute und gestern, zwischen Gegenwart und Vergangenheit, gezeigt. Seitdem Litauen der Europäischen Union beigetreten ist, liegt die Kurische Nehrung nicht mehr in unerreichbarer Ferne, sondern mitten in Europa.
Fr 03.08.07 Arte 18:30 bis 19:00 Uhre
WILLKOMMEN BEI... JOANNA
Der Weg durch diesen Wald scheint nirgendwo hin zu führen. Östlich von Warschau liegt der Nationalpark Bialowieza, der letzte Urwald Europas. Tief darin, rund zehn Kilometer von der nächsten menschlichen Ansiedlung entfernt, liegt ein ehemaliger Jagdpavillon. Hier leben Joanna und ihre beiden Kindern Ida, elf Jahre, und Dan, sieben Jahre. Und hier leben sie nicht ganz allein: Zu ihrem Hof gehören immerhin noch ein vietnamesisches Hängebauchschwein, Pferde, Hunde, Katzen und Ziegen.
Der Sommer geht zu Ende, und Joanna verabschiedet sich von den zahlreichen Freunden, die über die Sommerferien zu Besuch waren. Allmählich findet sie zum Alltagsrhythmus ihres Hausfrauendaseins zurück. Joanna stammt aus einer sehr bekannten polnischen Familie, die über mehrere Generationen hinweg jede Menge Genies hervorgebracht hat. Voller Stolz gibt sie zu: "Von diesen Wurzeln habe ich mich gelöst und bin völlig abgetaucht, um mir gewisser Maßen eine neue Persönlichkeit anzueignen." Nie hat sie zuvor gedacht, dass es ihr gefallen könnte, allein mit sich selbst zu sein. Nun lebt sie in völligem Einklang mit der sie umgebenden Natur, auch wenn man ohne Strom und Trinkwasser nicht gerade von paradiesischen Verhältnissen sprechen kann. Trotz der materiellen Schwierigkeiten bedauert sie jedoch keine Sekunde die vor über 15 Jahren getroffene Entscheidung, ihr hektisches Leben als Krakauer Business Frau aufgegeben zu haben, um sich in einem der letzten unberührten Naturgebiete Europas niederzulassen.
Fr 03.08.07 Hessen 20:15 bis 21:00 Uhr
WILDES MASUREN
Bialowieza, Europas letzter Urwald
Masuren - das sind dunkle Wälder, klare Flüsse und tiefblaue Seen. Tiere bevölkern diese Landschaft im Nordosten Polens, die in vielen Teilen Europas längst verschwunden sind.
Wisente und Elche durchstreifen die ausgedehnten Wälder, Fischotter tauchen in sauberen Flüssen nach Beute. Hier bleibt im Einklang mit der Landwirtschaft noch Platz für Feuchtwiesen und Sümpfe, in denen sich die Frösche tummeln. Auch die Weißstörche finden hier noch ausreichend Nahrung. Kaum ein Bauernhof, der nicht ?seinen? Storch hat. Die Lebensbedingungen für diese ?Glücksbringer? sind so gut, dass manche Dörfer mehr Störche als Einwohner zählen. Ein Hauptdarsteller in diesem Film von Ulrich Nebelsieck ist der Wisent, der in Polen vor dem Aussterben bewahrt worden ist. Der Film zeigt die großen Wildrinder im Wechsel der Jahreszeiten und ihre Kälber beim Spiel. Doch er stellt auch jene Tierarten vor, für die sich die Lebensbedingungen selbst in Masuren immer weiter verschlechtern: Die Birkhühner etwa oder die blau schillernden Blauracken.
Sa 04.08.07 NDR 12:15 bis 12:45 Uhr
WELTREISEN: BRESLAU - WROCLAW
Eine Stadt auf dem Sprung
Ein Film von Robin Lautenbach
Sa 04.08.07 Das Erste 16:00 bis 16:30 Uhr
So 05.08.07 Das Erste 04:00 bis 04:30 Uhr
WELTREISEN: DURCHS ALTE LIVLAND
Von der Ostsee nach Orellen
Ein Film von Tilmann Bünz
Wenn man lange gen Osten reist, dann kommt man nach Livland. Das liegt soweit im Osten, dass die Ostsee hier Westsee heißt. Livland war Vorposten des Sowjetreiches und Sperrgebiet: ein verbotenes Terrain. Heute macht Livland den nördlichen Teil Lettlands und den südlichen Teil Estlands aus. ARD-Korrespondent Tilmann Bünz und sein Team gehen auf Zeitreise durch ein Land, das sich nach einer langen Zwangspause wieder den Reisenden öffnet.
Livland: das sind Adlige und Insulaner, Fischer und Neureiche. Die ursprünglichen Liven sind ausgestorben, aber ihr Geist lebt - zäh und erfinderisch. Besonders spürt man ihn auf der Insel Kihnu, die seit kurzem unter dem Schutz der UNESCO steht. Kihnu wird von eigenwilligen starken Frauen beherrscht, die ihre Geschichte in ihre Röcke weben, trotz der Röcke gern Motorrad fahren und die Dinge am liebsten selbst regeln.
Livland steht auch für Aufbruch und Erfolg im neuen Europa. Von Kihnu geht es aufs Festland nach Pärnu zu einem Treffen mit drei Millionären: einem Bauunternehmer, einem Fischfabrikanten und einen Kurhaus-Manager. Sie haben nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion bei Null angefangen. Sie haben gelernt, dass es ohne Hilfe aus dem Westen auch geht, manchmal sogar schneller.
Nach einem Zwischenstop auf der berühmten Neunaugen-Brücke von Salismünde geht es nach Orellen zu einer deutsch-lettischen Begegnung der besonderen Art. Eine Reise auch in die deutsche Geschichte, denn Livland ist die Heimat des Baltentums. Und Orellen ist wohl der berühmteste Landsitz des baltischen Adels. Den letzten Besitzer, Baron Balthasar von Campenhausen, haben die Rotarmisten 1919 umgebracht, seither lebt die Familie im Westen. Das 275 Jahre alte Gutshaus wird von drei lettischen Restaurateuren mit viel Liebe und sehr wenig Geld vor dem Verfall bewahrt. Für die ARD kehrt Jan, der älteste Sohn des ältesten Sohnes des ältesten Sohnes des letzten Besitzers für ein paar Tage zurück in Pavillon, Teehaus und an den See des Gutshauses, wohl empfangen von den Letten, die heute das Anwesen pflegen.
So 05.08.07 3Sat 05:35 bis 05:50 Uhr
BURGEN, SCHLÖSSER UND NATURPARKS
Unterwegs im Osten der Slowakei
Ein Film von Peter M. Kruchten
Im Südosten der Slowakei, zu Füßen der Hohen Tatra, liegt eine der ältesten Kulturregionen Europas: die Spis oder Zips. Zentrum war die Stadt Levoca, im 12. Jahrhundert von deutschen Siedlern unter dem Namen Leutschau gegründet. Heute ist ihre denkmalgeschützte Innenstadt zu einem der interessantesten touristischen Ziele der Ost-Slowakei geworden.
So 05.08.07 3Sat 18:45 bis 19:15 Uhr
ANDA UND DER AUFBRUCH IN RIGA
Anda Bankowska geht auf einen Streifzug durch das alte und neue Riga. Sie ist Fotografin und allein erziehende Mutter. Mutter und Tochter werfen einen jeweils eigenen Blick auf ihre Heimatstadt.
Den Aufbruch Lettlands aus der sowjetischen Besatzungszeit erlebte Anda Bankowska aus der Nähe. 15 Jahre lang erlebte sie mit, wie sich die lettische Hauptstadt daran machte, Neues zu entwickeln, eine eigene Identität zu finden und die Vergangenheit mit der Zukunft zu verbinden. Auch Anda befindet sich stets im Aufbruch. Die 34-jährige Fotografin bezeichnet sich selbst als "Grenzkind Rigas", nicht nur weil sie am Rande der 800 Jahre alten Hansestadt lebt. Sie liebt es auch, Grenzen von Menschen zu erspüren, selbst an ihre Grenzen zu gehen, vor allem in der Fotografie.
Anda hat eine siebenjährige Tochter, Anna. Diese hat die Befreiung Rigas nicht erlebt, dafür ist sie zu jung. Sie ist ein ausgesprochen neugieriges Kind, neugierig auf das frühere Leben ihrer Mutter und ihrer Großeltern. Durch ihre Augen wird auf die wechselvolle Geschichte Rigas geblickt. Anda zeigt uns darüber hinaus eine unbekannte Seite der Stadt, ihren Blick auf die Stadt und auf Menschen, die, wie Anda sagt, "fröhlicher, bunter geworden sind in der Zeit, in der sie wieder selbst bestimmen können, wie sie leben wollen."
Mo 06.08.07 3Sat 03:40 bis 04:20 Uhr
BIEBRZA - VIERSPURIG DURCHS PARADIES
Ein Film von Gabriele Ammermann
Der Biebrza-Nationalpark in Polen beherbergt das größte Feuchtgebiet Europas. Hier leben Wisente, Elche, Wölfe, Otter, Biber, Moorfrösche, in den Erlenwäldern nisten Kraniche und unzählige Zugvögel machen auf ihrem Weg in die Brutgebiete im Norden Rast. Doch dunkle Wolken brauen sich über diesem einzigartigen Naturparadies zusammen: Eine Autobahn, die "Via Baltica", soll nach dem EU-Beitritt Polens mitten durch den Park gebaut werden.
Neben Tierbeobachtungen und Naturimpressionen zeigt der Film auch die Arbeit der Naturschützer, die gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung um den Nationalpark kämpfen.
Mo 06.08.07 MDR 16:15 bis 17:00 Uhr
JANOSIK, HELD DER BERGE
12-teilige polnische Abenteuerserie aus dem Jahre 1973.
8. Teil: Wie der Mann ist, so wird ihm die Wurst gebraten
Die österreichisch-ungarischen Truppen, die zur Liquidierung des Räuberunwesens in die Karpaten geschickt worden sind, überfallen die Bauernhöfe, plündern, schlagen die Bauern und nehmen sie gefangen. Mit einem raffinierten Trick gelingt es Janosik und seiner Bande, sowohl den Hauptmann der Truppe, als auch den General - der auch auf dem Schloss ist - gefangen zu nehmen. Die Räuber fordern die Freilassung aller gefangenen Bauern im Austausch gegen die beiden Herren. Es beginnt ein spannendes Katz- und Mausspiel.
Mo 06.08.07 3Sat 16:20 bis 17:15 Uhr
HOLLYWOOD IN TERCHOVA
Die Slowakei auf Nebenstraßen
Ein Film von Bärbel Walter, Frank Eckert und Hiltrud Jäschke
Abseits der großen Straßen hat die Slowakische Republik Besonderes zu bieten: So errichtet Bauunternehmer Jozef Mico aus dem kleinen Ort Terchová alles, was für einen großen Kinofilm gebraucht wird - Kirchen, Burgen, Schiffe, Höhlen, ganze Straßenzüge. Andy Warhol, der seine Wurzeln bei den Ruthenen in den Beskiden hat, ist in Medzilabroce ein Museum gewidmet, und im ostslowakischen Städtchen Bardejov wird das Andenken an die ehemaligen jüdischen Bewohner bewahrt.
Di 07.08.07 MDR 16:15 bis 17:00 Uhr
JANOSIK, HELD DER BERGE
12-teilige polnische Abenteuerserie aus dem Jahre 1973.
9. Teil: Wo zwei sich übertölpeln, lacht der Dritte
Polen im 18. Jahrhundert. Die jungen Burschen aus den Karpaten sollen zum Militärdienst gepresst werden. Sie werden aber auf den Höfen zur Arbeit gebraucht. Der Räuberheld Janosik gibt den armen Bauern Geld, damit diese ihre Söhne freikaufen können. Der Verwalter des Grafen nimmt dieses Geld auch gern, nur hält er sein Versprechen nicht, die Burschen freizulassen. Janosik greift anläßlich eines Schlossballes zu einer tückischen List, die den Bauern jedoch die Freiheit bringt.
Mi 08.08.07 NDR 11:30 bis 12:15 Uhr
DER NATIONALPARK ZEMAITIJA IN LITAUEN
Aus der Reihe "Europas wilder Osten"
Eine Dokumentation von Cornelia Volk, Till Ludwig und Volker Miske
Der Nationalpark Zemaitija liegt im Nordwesten Litauens. Seit 1991 stehen hier 21.700 Hektar unter Naturschutz: 26 Seen, Kleingewässer und Flüsse, Moore und Auen. Fast die Hälfte des Gebietes ist von Wald bedeckt. Dort haben die scheuen und seltenen Schwarzstörche ihre Nester. Nur zwei Brutpaare gibt es in Zemaitija. Anders als ihre weißen Verwandten suchen sich die Schwarzstörche verborgene Walddomizile, um ihre Jungen großzuziehen. Während die Edelkrebse in den meisten europäischen Gewässern Ende des letzten Jahrhunderts der Krebspest zum Opfer fielen, haben sie im niederlitauischen Nationalpark überlebt. Von Dezember bis Mai tragen die Weibchen etwa 200 Eier unter ihrem Schwanz. Wie ihre Eltern graben sich die jungen Krebse Wohnröhren in einen schlammigen Steilhang im Plateliai-See, dem größten Gewässer des Nationalparks. In den vielen nährstoffreichen Tümpeln pulsiert im Frühjahr das Leben. Der Larvennachwuchs von Teichmolchen und Libellen gedeiht hier prächtig. Zwischen den Wasserfedern balzen Frösche. Aber auch Gelbrandkäfer und Wasserskorpione sind hier zu finden.
Keine Spur von alledem im "Blinden See", einem nährstoffarmen, sauren Moorsee. Von seinen Rändern wächst eine Schwingtorfdecke über das Wasser. Was sich zwischen ihr und dem mehrere Meter darunter liegenden Gewässergrund abspielt, war bisher noch völlig unergründet. Die Farbe des sonnendurchfluteten Wassers ist tiefrot. Absolute Finsternis jedoch, sobald die Taucher unter der schwimmenden Pflanzenschicht eine Körperlänge in Richtung Moorrand zurückgelegt haben. Bleiche, abgestorbene Wurzeln und hinabschwebender Torf sind die einzigen Zeugen von Leben in der bizarren Welt unter dem Moor. Schon von den Straßen aus springen den jährlich rund 80.000 in- und ausländischen Besuchern des Nationalparks zahlreiche Bauten aus Holz ins Auge: Biber haben im Reservat etwa 100 Burgen errichtet. In den Sumpfgebieten, die sie nach ihren Bedürfnissen gestalten, finden sie genügend frische Pflanzennahrung.
Die Dokumentation gewährt faszinierende Einblicke in den intakten Naturraum des Nationalparks mit seiner einzigartigen Flora und Fauna.
Mi 08.08.07 MDR 16:10 bis 17:00 Uhr
JANOSIK, HELD DER BERGE
12-teilige polnische Abenteuerserie aus dem Jahre 1973.
10. Teil: Die Hühner, die laut gackern, legen Windeier
Die beiden Karpatenräuber Kwicol und Pyzdra haben in der Schenke getrunken und Krawall geschlagen. Dabei wurden sie von den Wachen des Grafen überfallen, gefangen und später zum Tode durch den Strang verurteilt. Räuberhauptmann Janosik erfährt davon und beschließt, mit seiner Bande die Todeskandidaten zu befreien. Die Räuber, verkleidet als österreichische Soldaten, auchen erst im letzten Moment auf der Hinrichtungsstätte auf.
Mi 08.08.07 Arte 18:30 bis 19:00 Uhr
DAS SCHÖNE LEBEN DER SKOWRONKIS
Aus der Reihe "Menschen am Wasser (3/5)"
Eine Dokumentation, Deutschland 2006, WDR, Erstausstrahlung
Westmasuren, genannt Ermland, ehemals Ostpreußen. Südlich von Danzig liegen viele Seen, ein Kanal verbindet einige von ihnen. Die künstliche Wasserstraße ist 140 Jahre alt und diente ehemals dem Transport von Waren an die Ostsee. Heute wird der Kanal touristisch genutzt. Völlig außergewöhnlich und einmalig auf der Welt fahren die Schiffe hier an fünf Stellen über Land. Schiffe im Gras, Schiffe auf Schienen - erfunden von einem preußischen Baurat im 19. Jahrhundert. Erfunden, weil zwischen den Seen ein Höhenunterschied von fast 100 Metern besteht.
Bis heute funktioniert diese Technik allein durch Wasserkraft. Ökologisch einwandfrei. Seit drei Generationen arbeiten die Brüder Alojzy und Jozef Skowronski hier als Maschinisten. Die Schiffsaufschleppen sind ihr Leben, ihre Existenz und ihr Glück. Beide haben den Beruf von ihrem Vater übernommen, beide wollen ihn an ihre Kinder und Kindeskinder weitergeben. Doch die junge Generation hat zunehmend Probleme damit.
"Schiffe am Berg" porträtiert die Brüder Skowronski und ihre Familien, zeigt das Glück der Alten, aber auch die Skepsis der Jungen - Generationenkonflikt inklusive. "Schiffe am Berg" erzählt auch von der Geschichte des Kanals in sozialistischen wie in kapitalistischen Zeiten.
Do 09.08.07 MDR 16:15 bis 17:00 Uhr
JANOSIK, HELD DER BERGE
12-teilige polnische Abenteuerserie aus dem Jahre 1973.
11. Teil: Wer nicht hören will, der muß fühlen
Die Karpaten im 18. Jahrhundert. Durch die Berge ziehen bewaffnete Truppen und plündern die Höfe. Die Räuberbraut Maryna bringt die Nachricht zu Janosik, doch der kann allein gegen das Militär nichts ausrichten. Er holt eine andere Räuberbande, die unter Harnas Bardos, zu Hilfe. Doch der leichtlebige ardos hat nur Augen für die schöne Maryna. Ein Umstand, den sich Janosik nicht gefallen lässt.
Do 09.08.07 NDR 20:15 bis 21:00 Uhr
EINE REISE DURCH POMMERN
Von Stettin nach Danzig
Aus der Reihe "Länder, Menschen, Abenteuer"
Film von Wolfgang Wegner
Pommern - jahrzehntelang war die einst preußische Provinz durch den eisernen Vorhang in fast unerreichbare Ferne gerückt. Zwei Millionen Deutsche lebten bis Ende des zweiten Weltkrieges in Hinterpommern, zwischen Stettin und dem kleinen Flüsschen Plasnitz an der Grenze zu Westpreußen. Sie mussten ihre Heimat bekanntlich 1945 verlassen; Polen wurde dort angesiedelt, Menschen die ihre Heimat ebenfalls verlassen hatten, denn ein großer Teil Polens wurde Weißrussland zugeschlagen. Aus Pommern wurde damals Pomorze. Nach einer langen Zeit des Argwohns wächst nun auf beiden Seiten der Oder das Interesse an guter Nachbarschaft. Ein Team vom NDR hat sich auf die Reise von Stettin nach Danzig gemacht, eine Reise durch polnische Gegenwart und europäische Zukunft, denn unser östliches Nachbarland gehört zur ersten Gruppe der EU-Aufnahmekandidaten. Obwohl dies von fast allen Polen als unumkehrbare Rückkehr ins demokratische Europa begriffen wird, weckt der Sprung in eine neue Zeit nicht nur Hoffnungen, sondern auch Ängste. So berichten zum Beispiel Fischer und Kleinbauern über ihre Sorge, im europäischen Wettbewerb nicht mehr mithalten zu können. Junge Polen, Kaufleute und selbständige Handwerker sehen in der zukünftigen EU-Mitgliedschaft aber eher wirtschaftliche Vorteile. Die Dokumentation erinnert aber auch an das Pommern von einst. An ein Land mit romantischen Allen, sattgrünen Wiesen auf denen Störche Mäuse und Frösche jagen, jahrhundertealten Backsteinkirchen und einem unendlich weitem Horizont über riesigen Feldern.
Fr 10.08.07 MDR 16:15 bis 17:00 Uhr
JANOSIK, HELD DER BERGE
12-teilige polnische Abenteuerserie aus dem Jahre 1973.
12. und letzter Teil: Des Menschen Freien - Verderben und Gedeihen
Der Räuber Harnas Bardos ist von den Heiducken des Grafen gefangen genommen worden. Gegen Geld ist er bereit, den gerechten Räuber Janosik an die Obrigkeit zu verraten. Er wird freigelassen, geht als ?Geflohener? zu Janosiks Bande und erfährt, welchen Weg dieser in nächster Zeit gehen wird. Dort gerät Janosik in eine tückische Falle
Fr 10.08.07 RBB 16:15 bis 17:00 Uhr
POLEN - ÄRGER IM REVIER
Aus der Reihe "Länder, Menschen, Abenteuer"
Ein Film von Malgorzata Bucka
Die Region von Suwalki nordöstlich der polnischen Masuren ist eine der wenigen verbliebenen Gegenden Europas mit intakter Natur: In den Wäldern leben Biber, Hirsche und Wildschweine, in den Seen tummeln sich Hechte und Aale. Der Film besucht die Region und beobachtet einen alten Konflikt: Die Menschen leben seit Generationen von der Jagd und dem Fischfang. Lange Zeit waren die Wälder und Seen Polens Eigentum von König und Adel, im 19. Jahrhundert fielen sie unter die Herrschaft des russischen Zaren Alexander II.
Um die polnischen Adeligen für ihre Freiheitskämpfe zu bestrafen, erweiterte er das Fischereirecht auf den Seen auf die Bauern, die ihm gegenüber loyal geblieben waren. Dieses besondere Fangrecht wurde bis heute nicht offiziell aufgehoben, weshalb die heimischen Familien weiter darauf bestehen - auch wenn der Staat die Seen und Wälder inzwischen privat verpachtet hat. Pächter und Anlieger sehen sich beide im Recht, und das polnische Gesetz bietet keine klare Lösung.
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