
Lebenslänglich Pole/Polin

Nachrichten : 282
| So 15.07.07 RBB 19:00 bis 19:25 Uhr
Mo 16.07.07 RBB 12:30 bis 13:00 Uhr
KOWALSKI TRIFFT SCHMIDT
Das deutsch-polnische Journal
Mo 16.07.07 NDR 23:45 bis 01:15 Uhr
SCHATTENLAND
Reise nach Masuren
Mit SCHATTENLAND nehmen uns Volker Koepp und sein langjähriger Kameramann Thomas Plenert mit auf eine Reise in den Nordosten Polens nach Masuren - die wohl bekannteste Landschaft des früheren Ostpreußen. Begegnungen mit Menschen, die abseits der touristischen Gegenden Masurens wie gestrandet erscheinen: Bauern, die in der vermeintlichen Idylle die kurzen Sommer dafür nutzen, dem kargen Boden Getreide abzuringen. Ukrainer, die nach dem Zweiten Weltkrieg zwangsumgesiedelt wurden, und die es nach Polens EU-Beitritt in die alte Heimat nach Osten zieht. Und Fischer, die einige der einst sprichwörtlich fischreichen 3000 Seen auch im Winter befischen.
Bis heute blieb Masuren dünn besiedelt und zählt trotz des Tourismus zu den ärmsten Gegenden Europas. Besonders betroffen sind die Grenzregionen zu Kaliningrad im nördlichen Ostpreußen. Und auch heute noch sind die Spuren der Geschichte unübersehbar: Dreißigjähriger Krieg, Pest, Hungersnöte, Tatareneinfälle, Napoleonische Kriege und russische Besatzungen. Schlachtfelder beider Weltkriege des 20. Jahrhunderts. 1945 kommt das südliche Ostpreußen zu Polen. Und immer wieder Sprachen- und Nationalitätenstreit: ?Wo sich aufhört die Kultur, beginnt zu leben der Masur.? Eine Reise durch Masuren ? Grenzlandschaft im Schatten der Geschichte.
UNBEKANNTES MASUREN
Masuren ist eine Region, an der nicht nur in besonderer Weise das Herz derer hängt, denen sie einst Heimat war, sondern die auch starke Faszination auf Touristen ausübt. Doch die Historie und Kultur dieses Landstrichs im Osten Europas ist weitgehend terra incognita, und dort, wo man sich mit ihr beschäftigte, geschah dies zumeist als Versuch politischer Vereinnahmung. Eine eigene masurische Identität wurde von deutscher oder polnischer Seite weder gewünscht noch akzeptiert.
Der Deutsche Orden ließ weite Teile der altpruzzischen Landschaften Sassen, Galinden und Sudauen als Schutz gegen Polen und Litauer unbesiedelt liegen. Nachdem 1525 der Herzog von Preußen dem polnischen König den Lehnseid geschworen hatte, begann man Menschen in die sogenannte ?große Wildnis? zu holen. Sie kamen aus dem polnischen Masowien und nicht wie zur Zeit der Christianisierung aus dem Westen. Mit der Reformation im Ordensland wurden die neuen Bewohner Preußens evangelisch. Sie nennen sich Masuren. Ihre polnische Sprache behalten sie.
Neben masurischen Traditionen, Mythen und Legenden gehört wilhelminische Ost-Politik ebenso zur Geschichte wie Polens Ansprüche auf Masuren nach der Wiederherstellung des polnischen Staats im Jahr 1918. Die rassistische Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten gegenüber Polen und Juden in Ostpreußen, die Flucht und Vertreibung der Deutschen, die "Re-Polonisierung" nach 1945, die Umwälzungen nach 1989 ? alles hat seine Spuren hinterlassen. Und heute: eine Region im neuen Europa und eine junge polnische Generation auf der Suche nach ihren historischen Wurzeln, ihrer neuen regionalen Identität.
Masuren - ein Land, das unter die Räder der Geschichte gekommen ist - wird entdeckt.
Di 17.07.07 Hessen 13:30 bis 14:15 Uhr
RIGA - ROSE IM BALTIKUM
aus der Reihe ?Bilder einer Landschaft?
Film von Erich Reißig
Riga ist die Hauptstadt Lettlands. Stadt und Land im Herzen des Baltikums kehren nach langer Versunkenheit im Sowjetimperium nun allmählich ins Bewusstsein der Westeuropäer zurück. Für manche ist Riga eine Stadt der Prostitution, abenteuerlicher Geschäfte, der Kriminalität. Doch daneben und recht eigentlich ist es eine Stadt wie überall in Europa: voller Verkehr in einer historischen Kulisse, die für andere Fortbewegungsarten gebaut worden ist. Voller Menschen, uns vertraut in ihrem Alltagsgeschäft, ihren Gesten, ihrer Sehnsucht und ihrer Suche nach Glück. Der Film erzählt von der Stadt, ihrer Geschichte, ihren Bewohnern, zeigt Riga und seine Umgebung in Erwartung einer neuen Epoche.
Di 17.07.07 3Sat 20:15 bis 21:45 Uhr
DER GRENZER UND DAS MÄDCHEN
Deuts-polnisches Beziehungsdrama
Hans-Werner Müller ist in Not. Der BGS-Beamte ist zur Sonderverwendung an die ukrainisch-polnische Grenze versetzt, wo er die einheimischen Kollegen auf Westformat trimmen soll. Müller hat Heimweh. Er hat Kummer, weil sich daheim in Deutschland seine Frau mit Trennungsabsichten trägt. Er hat Angst, weil ihm sein wesentlich jüngerer deutscher Vorgesetzter am neuen Dienstort das Leben schwer macht. Besonders, nachdem Müller durch Nachlässigkeit eine schon lange gesuchte Fluchthelferin entwischen lässt. Müller will sich nicht geschlagen geben. Eines Tages entdeckt er die junge Schleuserin wieder. Un die bringt seine brav verplante Beamtenwelt restlos durcheinander...
Axel Prahl gibt in diesem bitteren, ruhig erzählten Drama von Hartmut Schoen eine brillante Vorstellung als braver Beamter, der in osteuropäischer Tristesse in eine tiefe Lebenskrise gerät. An Prahls Seite, der hier nach "Zuckerbrot" (2003) erneut mit Schoen zusammenarbeitete, glänzt die Neuentdeckung Margarita Breitkreiz als Fluchthelferin Lippa. Die junge Darstellerin hat bislang vor allem am Theater auf sich aufmerksam gemacht. So wirkte sie unter anderem an der Berliner Volksbühne in der Castorf-Inszenierung von Dostojewskis "Der Idiot" mit.
Do 19.07.07 Hessen 14:15 bis 15:00 Uhr
DER BUG
Die wilde Grenze im Osten
Ein Film von Marion Pöllmann
Ein mächtiger Strom, ungezähmt von Menschenhand, das ist der Bug. Insgesamt ist der Bug 772 Kilometer lang. Auf 383 Kilometern ist er die natürliche und politische Grenze Polens und vereint sich dann, stets Richtung Westen fließend, mit Narew und Weichsel.
2004 ist der Bug die längste Grenze der EU zum Osten geworden, zu Weißrussland und der Ukraine. Der Bug ist eine natürliche Grenze, mit Auenwäldern und Überschwemmungsgebieten. Regelmäßig tritt der Fluss über die Ufer und setzt seine Auen unter Wasser. Ein Brutgebiet für zahllose seltene Vogelarten wie Kraniche, Schwarzstörche oder Wiedehopfe. Entlang seiner Ufer scheint die Zeit stillzustehen. Hier scheint der Mensch sich noch im alten Rhythmus der Natur zu bewegen.
Do 19.07.07 NDR 20:15 bis 21:00 Uhr
LETTLAND - UNTERWEGS IM BALTIKUM
Schweinehälften, Wodka und Zeppeline haben eines gemeinsam: Sie gehören zum Alltag im Zentralmarkt der lettischen Hauptstadt Riga. Die Hallen sind traditioneller Treffpunkt und wichtiger Umschlagplatz für das ganze Land. Hier beginnen oder enden die Geschichten des Films. Sven Jaax hat Menschen begleitet, die in den riesigen Hallen arbeiten oder dort einkaufen. Arme und Reiche. Städter und Dörfler aus den lettischen Provinzen.
Da ist zum Beispiel Tekla, die alte Bäuerin, die regelmäßig 100 Kilometer mit dem Bus aus ihrer Heimat Aizkraukle in die Markthallen nach Riga fährt - nur um dort den Käse aus der Milch ihrer 5 Ziegen zu verkaufen. Oder Inta Ruka, die international anerkannte lettische Fotografin. Sie ist Stammkundin in den Hallen, kauft dort ein und trifft Menschen aus ihrer Heimat Balvi an der russischen Grenze. Der Film begleitet sie auf dem Markt und bei einer Fotoreise durch die Landschaft ihrer Kindheit. Da ist Martins Ritinsch, der lettische Starkoch, der in den Markthallen Lebensmittel für sein Edelrestaurant "Vincents" einkauft. Bei ihm treffen sich die Aufsteiger des Landes, die es in der Hauptstadt Riga zu Wohlstand gebracht haben. Die Markthallen von Riga zählen zu den größten auf der Welt. Ursprünglich wurden in den alten Gemäuern deutsche Zeppeline untergebracht - heute wird auf 5000 Quadratmetern alles angeboten, was man zum Leben braucht. Noch vor wenigen Jahren waren die Hallen ein teurer Markt. Doch mittlerweile ist das Angebot erschwinglicher und der Zentralmarkt ist zum Zentraltreffpunkt geworden. Seit der Unabhängigkeit im Jahre 1991 hat sich Lettland enorm verändert. Die meisten Menschen genießen die neue Freiheit und erleben einen wirtschaftlichen Aufschwung. Für viele Letten hat der Wechsel jedoch ein Leben in Armut gebracht. Trotzdem herrscht in dieser stolzen baltischen Nation Aufbruchstimmung.
Fr 20.07.07 Hessen 13:30 bis 14:15 Uhr
DIE WALDKARPATEN
Ein Film von Peter Stückl
Vor den Waldkarpaten kehren sogar die Vögel um - das jedenfalls behauptet ein polnisches Sprichwort. Es ist eine einsame, naturbelassene Landschaft, die Peter Stückl porträtiert. 1973 wurden die Biesczaden, das Herzstück der Waldkarpaten, zum Nationalpark erklärt. Damals begann man in den weiten Eichen-, Kiefern- und Birkenwäldern wieder Bären, Wölfe, Luchse und Wisente anzusiedeln. Wer durch die Biesczaden wandert, stößt in vielen alten Dörfern auf verlassene Holzkirchen, die mit ihren Zwiebeltürmen und schindelgedeckten Dächern der Landschaft einen geheimnisvollen Zauber verleihen. Innen waren sie einst reich mit Ikonen geschmückt. Was davon übriggeblieben ist, kann man heute im Museum von Sanok entdecken. Lemken und Bojken haben die Holzkirchen gebaut. Im April 1947 wurden sie, der Sympathie für ukrainische Rebellen bezichtigt, aus ihrer Heimat vertrieben und ihre Dörfer vielerorts zerstört. Im kleinen Komanca, das der Vernichtung entgangen ist, portraitiert der Film die Kultur und heutige Lebenswelt der Bojken und Lemken. Aber auch altes Handwerk findet man in den Waldkarpaten noch. Glashütten gehören dazu und Kohlenmeiler, die heute ihre Holzkohle nach ganz Europa exportieren. Auf einer Anhöhe über dem San, der die Waldkarpaten durchströmt, liegt Sanok, dessen Stadtbild von der Habsburger-Zeit erzählt. Das benachbarte Przemysl behauptete sich durch die Lage an der alten Handelsstrasse in die Ukraine mehr als tausend Jahre lang als ein Schnittpunkt zwischen Ost und West. Peter Stückl will Menschen und Natur einer wilden und ursprünglichen Landschaft vorstellen und ihren melancholischen Charakter zeichnen, der seinen Ursprung im Schicksal hat, das die Biesczaden im Lauf der Geschichte durchlebt haben.
So 22.07.07 Phoenix 19:15 bis 20:00 Uhr
ERMLAND UND MASUREN
Dokumentation
So 22.07.07 3Sat 21:15 bis 22:45 Uhr
SCHATTENLAND
Reise nach Masuren
Mit SCHATTENLAND nehmen uns Volker Koepp und sein langjähriger Kameramann Thomas Plenert mit auf eine Reise in den Nordosten Polens nach Masuren - die wohl bekannteste Landschaft des früheren Ostpreußen. Begegnungen mit Menschen, die abseits der touristischen Gegenden Masurens wie gestrandet erscheinen: Bauern, die in der vermeintlichen Idylle die kurzen Sommer dafür nutzen, dem kargen Boden Getreide abzuringen. Ukrainer, die nach dem Zweiten Weltkrieg zwangsumgesiedelt wurden, und die es nach Polens EU-Beitritt in die alte Heimat nach Osten zieht. Und Fischer, die einige der einst sprichwörtlich fischreichen 3000 Seen auch im Winter befischen.
Bis heute blieb Masuren dünn besiedelt und zählt trotz des Tourismus zu den ärmsten Gegenden Europas. Besonders betroffen sind die Grenzregionen zu Kaliningrad im nördlichen Ostpreußen. Und auch heute noch sind die Spuren der Geschichte unübersehbar: Dreißigjähriger Krieg, Pest, Hungersnöte, Tatareneinfälle, Napoleonische Kriege und russische Besatzungen. Schlachtfelder beider Weltkriege des 20. Jahrhunderts. 1945 kommt das südliche Ostpreußen zu Polen. Und immer wieder Sprachen- und Nationalitätenstreit: ?Wo sich aufhört die Kultur, beginnt zu leben der Masur.? Eine Reise durch Masuren ? Grenzlandschaft im Schatten der Geschichte.
UNBEKANNTES MASUREN
Masuren ist eine Region, an der nicht nur in besonderer Weise das Herz derer hängt, denen sie einst Heimat war, sondern die auch starke Faszination auf Touristen ausübt. Doch die Historie und Kultur dieses Landstrichs im Osten Europas ist weitgehend terra incognita, und dort, wo man sich mit ihr beschäftigte, geschah dies zumeist als Versuch politischer Vereinnahmung. Eine eigene masurische Identität wurde von deutscher oder polnischer Seite weder gewünscht noch akzeptiert.
Der Deutsche Orden ließ weite Teile der altpruzzischen Landschaften Sassen, Galinden und Sudauen als Schutz gegen Polen und Litauer unbesiedelt liegen. Nachdem 1525 der Herzog von Preußen dem polnischen König den Lehnseid geschworen hatte, begann man Menschen in die sogenannte ?große Wildnis? zu holen. Sie kamen aus dem polnischen Masowien und nicht wie zur Zeit der Christianisierung aus dem Westen. Mit der Reformation im Ordensland wurden die neuen Bewohner Preußens evangelisch. Sie nennen sich Masuren. Ihre polnische Sprache behalten sie.
Neben masurischen Traditionen, Mythen und Legenden gehört wilhelminische Ost-Politik ebenso zur Geschichte wie Polens Ansprüche auf Masuren nach der Wiederherstellung des polnischen Staats im Jahr 1918. Die rassistische Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten gegenüber Polen und Juden in Ostpreußen, die Flucht und Vertreibung der Deutschen, die "Re-Polonisierung" nach 1945, die Umwälzungen nach 1989 ? alles hat seine Spuren hinterlassen. Und heute: eine Region im neuen Europa und eine junge polnische Generation auf der Suche nach ihren historischen Wurzeln, ihrer neuen regionalen Identität.
Masuren - ein Land, das unter die Räder der Geschichte gekommen ist - wird entdeckt.
Mo 23.07.07 NDR 23:45 bis 01:00 Uhr
FLUSSFAHRT IN OSTPREUSSEN
Die Gilge
Das nördliche Ostpreußen, nach dem Zweiten Weltkrieg als "Kaliningrader Gebiet" zur Sowjetunion gekommen, ist nach deren Zerfall heute eine russische Exklave zwischen Litauen und Polen. Wenige Kilometer hinter Tilsit - heute Sowjetsk - verliert die Memel - russisch Neman, litauisch Namunas - ihren Namen: Die Hauptarme ihres Deltas heißen nun Russ und Gilge. Durch die Elchniederung fließt die Gilge bis ins Kurische Haff. Der Film beschreibt eine einzigartige, aber weitgehend unbekannte Flusslandschaft. Ein kompliziertes Entwässerungssystem machte die Gegend gleichzeitig zur landwirtschaftlichen Besonderheit. Nach 1945 wurde die deutsche Bevölkerung ausgesiedelt, und es kamen Menschen vieler Nationalitäten aus vielen Gebieten der früheren Sowjetunion. Viele Häuser, Dörfer und Kirchen wurden in den vergangenen Jahrzehnten geschleift, und es scheint, als lasse die Natur manche Orte versinken. Der allgemeine Verfall in Russland wirkt sich in dieser Exklave besonders aus. Doch die Menschen geben nicht auf. Die rothaarige Sina erzählt von ihrem Leben an der Gilge; sie ist Melkerin, lebt allein mit ihrer Tochter, die Nachbarn in ihrem Dorf sind unfreundlich. Anatoli, vor Jahren aus Sibirien gekommen, versucht hinter dem Deich Landwirtschaft zu betreiben, baut sich gar auf alten Grundmauern ein neues Haus. Auf seinem Grundstück mit der Kirchenruine kann man an die hundert Störche zählen.
Di 24.07.07 WDR 09:00 bis 10:00 Uhr
MIT DEM NOSTALGIEZUG DURCH MASUREN NACH KÖNIGSBERG
Die Moderatoren unternehmen eine nicht alltägliche Reise: mit einem nostalgischen Sonderzug durch die schönsten Regionen Polens und Russlands. Die Tour führt durch Masuren und Ostpreußen. Ob Kunstfreund, Naturliebhaber oder Geschichtsbegeisterter - für alle gibt es eine anregende Mischung. An den gemütlichen 1.-Klasse-Abteilwagen ziehen wunderschöne Landschaften vorüber. Weltberühmte Kulturdenkmäler lassen sich bei den vielen, langen Stopps näher erkunden. Die aufmerksame Reiseleitung garantiert ein Höchstmaß an Komfort und sorgt für eine erlebnisreiche Fahrt.
Mi 25.07.07 Phoenix 19:15 bis 20:00 Uhr
METROPOLEN DES OSTENS: KRAKAU
Reportage
Mi 25.07.07 NDR 20:15 bis 21:00 Uhr
OSTPREUßENS KÜSTE
Teil 1: Elche, Sand und Seeadler
Ein Film von Susanne Hanke und Ernst Sasse
Grau ist das Frische Haff im Winter, Schaumkronen tanzen auf den Wellen, wenn die Winterstürme darüber hinweg fegen. Auch im Schreckenswinter 1944/45 zeigte sich die herbe Landschaft von ihrer unwirtlichsten Seite. Tausende Menschen kämpften sich über das zugefrorene Haff zur Hafenstadt Pilau - und so mancher versank in den eisigen Fluten. Wir folgen den Spuren der Flüchtenden in Gegenrichtung, von Westen nach Osten, vom Frischen zum Kurischen Haff, von der Weichsel bis zur Memel. Das Augenmerk liegt dabei auf der teilweise noch ursprünglichen Natur an der Küste des ehemaligen Ostpreußens. Erste Station ist Kaliningrad, das einstige Königsberg.
Viele Häuser sind verfallen, Löwenzahn und Gänseblume kämpfen um ein wenig Erde und Licht. Während in der Stadt das bisschen Natur ein Zeugnis von Verfall und Armseligkeit ist, führt sie an der Memel eindeutig die Regie. Wir begleiten einen Fischer die Memel herab bis ins Haff hinein. Hier lauern Reiher auf reiche Beute, ziehen Seeadler ihre Kreise, füttern Hunderte von Kormoranen ihre Jungen groß. Schon von der Memelmündung sind die gewaltigen Dünenberge auf der Kurischen Nehrung zu sehen. Ein Fotograf aus Nidden ist ständiger Begleiter der noch heute wandernden Sandberge, die schon mehrfach ganze Dörfer unter sich begruben. Seine Bilder zeigen Kuppen und Furchen, Hügel und Haken, sonderbare Gebilde, die der Wind formt. Im Wald mit seinen vom Wind bizarr verformten Kiefern leben Wildschweine, Füchse und sogar Elche.
Letzte Station ist die älteste Vogelwarte der Welt. 1901 wurde Rossitten, heute Rybatschij, gegründet. Die Vögel nutzen die Nehrung als Landbrücke auf ihrem Zug und finden ungestörte Rastplätze. Hier drehte der bekannte Tierfilmer Heinz Sielmann seinen ersten Film: "Vögel über Haff und Wiesen". Ausschnitte aus seinem Film und weitere Archivaufnahmen zeigen, wie wenig sich das Gesicht der Landschaft, allen politischen Veränderungen zum Trotz, in den vergangenen 60 Jahren gewandelt hat.
Do 26.07.07 NDR 11:30 bis 12:15 Uhr
WILDES MASUREN
Dokumentation
Bialowieza - Europas letzter Urwald
Masuren - das sind dunkle Wälder, klare Flüsse und tiefblaue Seen. Tiere bevölkern diese Landschaft im Nordosten Polens, die in vielen Teilen Europas längst verschwunden sind.
Wisente und Elche durchstreifen die ausgedehnten Wälder, Fischotter tauchen in sauberen Flüssen nach Beute. Hier bleibt im Einklang mit der Landwirtschaft noch Platz für Feuchtwiesen und Sümpfe, in denen sich die Frösche tummeln. Auch die Weißstörche finden hier noch ausreichend Nahrung. Kaum ein Bauernhof, der nicht "seinen" Storch hat. Die Lebensbedingungen für diese ?Glücksbringer? sind so gut, dass manche Dörfer mehr Störche als Einwohner zählen. Ein Hauptdarsteller in diesem Film von Ulrich Nebelsieck ist der Wisent, der in Polen vor dem Aussterben bewahrt worden ist. Der Film zeigt die großen Wildrinder im Wechsel der Jahreszeiten und ihre Kälber beim Spiel. Doch er stellt auch jene Tierarten vor, für die sich die Lebensbedingungen selbst in Masuren immer weiter verschlechtern: Die Birkhühner etwa oder die blau schillernden Blauracken.
Do 26.07.07 Phoenix 19:15 bis 20:00 Uhr
METROPOLEN DES OSTENS: DANZIG
Reportage
Do 26.07.07 3Sat 20:15 bis 21:00 Uhr
DER HIMMEL ÜBER POMMERN
Land und Leute in Polens Norden
Die Autoren stellen die Region zwischen Stettiner Haff und Danzig und ihre Bewohner vor.
Do 26.07.07 NDR 20:15 bis 21:00 Uhr
MASUREN
Bis vor einigen Jahrzehnten lebten in der Landschaft Masuren Störche, Wölfe, Luchse und Bären. Heute arbeiten Wissenschaftler an Auswilderungsprojekten für die bedrohten Tiere.
Fr 27.07.07 NDR 12:15 bis 13:00 Uhr
OSTPREUßENS KÜSTE
Teil 1: Elche, Sand und Seeadler
Ein Film von Susanne Hanke und Ernst Sasse
Grau ist das Frische Haff im Winter, Schaumkronen tanzen auf den Wellen, wenn die Winterstürme darüber hinweg fegen. Auch im Schreckenswinter 1944/45 zeigte sich die herbe Landschaft von ihrer unwirtlichsten Seite. Tausende Menschen kämpften sich über das zugefrorene Haff zur Hafenstadt Pilau - und so mancher versank in den eisigen Fluten. Wir folgen den Spuren der Flüchtenden in Gegenrichtung, von Westen nach Osten, vom Frischen zum Kurischen Haff, von der Weichsel bis zur Memel. Das Augenmerk liegt dabei auf der teilweise noch ursprünglichen Natur an der Küste des ehemaligen Ostpreußens. Erste Station ist Kaliningrad, das einstige Königsberg.
Viele Häuser sind verfallen, Löwenzahn und Gänseblume kämpfen um ein wenig Erde und Licht. Während in der Stadt das bisschen Natur ein Zeugnis von Verfall und Armseligkeit ist, führt sie an der Memel eindeutig die Regie. Wir begleiten einen Fischer die Memel herab bis ins Haff hinein. Hier lauern Reiher auf reiche Beute, ziehen Seeadler ihre Kreise, füttern Hunderte von Kormoranen ihre Jungen groß. Schon von der Memelmündung sind die gewaltigen Dünenberge auf der Kurischen Nehrung zu sehen. Ein Fotograf aus Nidden ist ständiger Begleiter der noch heute wandernden Sandberge, die schon mehrfach ganze Dörfer unter sich begruben. Seine Bilder zeigen Kuppen und Furchen, Hügel und Haken, sonderbare Gebilde, die der Wind formt. Im Wald mit seinen vom Wind bizarr verformten Kiefern leben Wildschweine, Füchse und sogar Elche.
Letzte Station ist die älteste Vogelwarte der Welt. 1901 wurde Rossitten, heute Rybatschij, gegründet. Die Vögel nutzen die Nehrung als Landbrücke auf ihrem Zug und finden ungestörte Rastplätze. Hier drehte der bekannte Tierfilmer Heinz Sielmann seinen ersten Film: "Vögel über Haff und Wiesen". Ausschnitte aus seinem Film und weitere Archivaufnahmen zeigen, wie wenig sich das Gesicht der Landschaft, allen politischen Veränderungen zum Trotz, in den vergangenen 60 Jahren gewandelt hat.
Fr 27.07.07 MDR 16:15 bis 17:00 Uhr
JANOSIK, HELD DER BERGE
12-teilige polnische Abenteuerserie aus dem Jahre 1973.
Janosik, der berühmte legendäre Räuberhauptmann des 17. Jahrhundert, gab das Vorbild für die Serienfigur. Anknüpfend an die Legende erzählt die 12teilige Abenteuerserie die aufregende Geschichte eines jungen Bauernsohnes, den die Eltern auf den Namen des großen Volkshelden tauften. Von dessen Taten beeinflußt, zieht der Filmheld in die Welt, um das Leben kennenzulernen. Sein Sinn für Gerechtigkeit bringt ihn bald in Konflikt mit der Obrigkeit. Damit beginnt ein Leben voller Abenteuer und Kämpfe, ein Leben als Hauptmann einer berüchtiigten Räuberbande, der wie einst der Volksheld Janosik, außerhalb der geltenden Gesetze seine Vorstellungen vom Recht des Menschen auf eigene Faust und sehr zum Schrecken des Adels zu verwirklichen versucht...
1. Teil: Erfahrenheit macht Narren gescheit
Polen im 17. Jahrhundert. Der Schafhirte Janosik nimmt Abschied von seinem Oheim und der idyllischen Bergwelt, um das Leben in den Tälern kennenzulernen. Ein Zwischenfall verhindert jäh sein Leben. Er wird Zeuge, wie die Haiducken des Landesherrn einen unschuldigen Bauern verprügeln. Als Janosik ihm beisteht, wird er ins Verlies geworfen. Unerwartete Hilfe erhält er von der Tochter des Grafen, die für den jungen Hirten Feuer gefangen hat und ihm zur Flucht verhilft.
|
|