
Aushilfs Pole/Polin

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| Über die Ursache für den Flugzeugabsturz des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski herrscht weiter Rätselraten. Außenminister Westerwelle und Kanzlerin Merkel sind bestürzt über den Tod des Staatschefs.
Unmittelbar nach der Nachricht vom Tod Kaczynskis versammelten sich Trauernde vor dem Präsidentenpalast in Warschau
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„Ich bin zutiefst bestürzt über den Absturz und den Tod des polnischen Präsidenten“, sagte Angela Merkel (CDU) am Samstag am Rande eines Besuchs des Bundeswehr-Einsatzführungskommandos in Potsdam.
Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP), der sich zurzeit in Südafrika aufhält, zeigte sich ebenfalls tief betroffen über den Tod Kaczynskis. „Wir sind schockiert und voller Trauer.“ Westerwelle hatte im vergangenen Jahr seinen ersten Antrittsbesuch als Außenminister Polen abgestattet. „Auch mir geht dieser tragische Unfall sehr nahe“, sagte der Außenminister sichtlich bewegt. Neben Kaczynski habe er einige der Verunglückten persönlich gekannt.
„Elite der Nation“ gestorben
Der 60 Jahre alte Präsident Kaczynski war beim Anflug der Präsidentenmaschine auf die westrussische Stadt Smolensk abgestürzt. Nach Angaben russischer Behörden kamen alle 132 Insassen der Tupolew 154 ums Leben. „Die polnische Präsidentenmaschine hat es nicht auf die Landebahn geschafft“, sagte der Gouverneur der Region Smolensk im russischen Staatsfernsehen. „Niemand hat die Katastrophe überlebt.“
An Bord des Flugzeugs waren auch Kaczynskis Frau Maria, der polnische Zentralbankchef Slawomir Skrzypek, Armeechef Franciszek Gagor sowie der stellvertretende Außenminister Andrzej Kremer. Außerdem kamen mehrere Parlamentarier sowie die engsten Mitarbeiter Kaczynskis ums Leben. Polens Ex-Präsident Lech Walesa sagte, die „Elite der Nation“ sei gestorben.
Nebel die Ursache?
Zur Ursache des Absturzes gibt es noch keine Erkenntnisse. An der Unglücksstelle lagen zahlreiche Wrackteile des in den polnischen Farben Rot und Weiß gestrichenen Flugzeugs verstreut. Zum Zeitpunkt der Katastrophe soll Nebel geherrscht haben. Russlands Präsident Dmitri Medwedew ordnete eine Untersuchung des Unglücks an.
Kaczynski war auf dem Weg nach Katyn, um der polnischen Opfer des Massakers zu gedenken, das sowjetische Geheimpolizisten 1940 dort an rund 22 000 polnischen Offizieren und Intellektuellen verübt hatten.
Quelle: focus.de
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