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Jagen in Polen
„Darzbor” - Zur Jagd nach Polen

"Darzbor" heißt auf Polnisch Waidmannsheil. Dies wissen auch viele Jäger aus Deutschland, denn Polen ist ein beliebtes Jagdgebiet. Zu den besten Plätzen gehören die weiten Mischwälder bei Koszalin/Koslin in Pommern.


Vor dem Wildgehegezentrum in Manowo südlich von Koszalin hat sich eine illustre Gruppe versammelt. Der Jagdführer, seine Dolmetscherin und mehrere Treiber mit ihren Hunden warten bereits vor dem Holzhaus auf ihre ausländischen Gäste. Zwölf Jäger sind aus Frankreich angekommen, um an diesem kühlen Novembermorgen durch die wildreichen pommerschen Wälder zu streifen. Mit einem Signal aus dem Horn beginnt die Treibjagd. Gemäß polnischer Tradition stellt der Jagdleiter alle Teilnehmer vor. Um Missverständnisse während der Jagd zu vermeiden und sich im Wald wortlos verständigen zu können, erhält jeder eine Tabelle mit Positionen.
Jagen in Polen

Auf der Jagd in Polen
 
Die Treiber gehen mit ihren Hunden los. Sofort zeigt sich die gute Organisation. Der Jagdleiter, die Fahrer und die Treiber kommunizierten wortlos. Bis zum Mittagessen gibt es schon die ersten Erfolge: fünf Wildschweine und zwei Hirsche. „Nach Polen kommen wir wegen des Schwarzwilds”, erzählt ein französischer Jäger. „Die Wildschweine sind hier viel größer und energischer. Deshalb ist es eine besondere Herausforderung, sie zu erlegen”, fügt er hinzu. Tatsächlich sei Schwarzwild in Polen und besonders auch in den Wäldern südlich von Koszalin sehr verbreitet, bestätigt hinterher Zdislaw Myk, Jagdleiter und Chef der Jagdgesellschaft in Manowo. Es biete sich an, es in Kombination mit anderem Wild hier zu jagen.

Das verdiente Mittagessen findet natürlich mitten in der Natur statt. Eine dicke Erbsensuppe wärmt und liefert neue Energie: Bis zur Dämmerung haben die Jäger insgesamt elf Wildschweine, drei Hirsche und einen Fuchs erlegt.
Die Treibjagd endet mit dem so genannten „pokot”, also der Strecke. Alle Helden des Tages versammeln sich neben den erlegten Tieren. Ein König wird gewählt. Mit den traditionellen Hornsignalen zeigt der Jagdleiter das Ende der Jagd an. Unter den Jägern herrscht eine feierliche Stimmung. Die ersten Flaschen Wein werden geöffnet. Wegen der abendlichen Kälte verzichten sie jedoch auf ein Lagerfeuer mit Wildschwein vom Grill. Nach einer Ruhepause in ihrer Pension gibt es für alle Jäger ein polnisches Abendessen mit Bigos und Wildschweingerichten. Am nächsten Tag geht es wieder nach Frankreich. Nur die präparierten Trophäen müssen noch beim Jagdveranstalter abgeholt werden.

Polen ist für verschiedene Jagdarten ausgezeichnet geeignet, das Land hat daher auch eine lange Jagdtradition und ist mittlerweile ein häufig besuchtes Jagdland. Beliebt bei ausländischen Jägern sind neben den Sudeten der Bieszczady und den Beskiden im Süden vor allem Masuren im Nordosten und die Pommerschen Seenplatte. Gerade für deutsche Jäger hat Pommern den Vorteil der kurzen Anreise, so dass sich auch ein Jagdausflug am Wochenende lohnt.
Die ausländischen Jäger kommen vor allem für Reh-, Rot- und Schwarzwild, aber auch für Dam- und Muffelwild nach Polen. Das im Vergleich zu Westeuropa schärfere Klima schafft ideale Bedingungen für Großwild. In Polen überwiegen Mischwälder mit einem großen Anteil an Kiefern, Fichten, Buchen und Eichen. Weil die Waldgebiete groß sind und über weite Strecken sich selbst überlassen bleiben, können die Tiere hier in freier Wildbahn aufwachsen. Entsprechend groß sind die Bestände.

Deutsche Jäger sind bei den Organisatoren von Jagdreisen sehr beliebt. Sie seien „wahre Jäger mit einem Gefühl für die Jagdbräuche”, lobt Zdzislaw Myk, der Leiter der Jagdgesellschaft in Manowo. „Durch ihr Verhalten im Wald beweisen sie, dass Jagen kein Sport für sie ist. Sie wissen ihr Gewehr, den Wald und die Tiere zu schätzen”. Sie könnten auch mal auf einen Schuss verzichten, trotzdem seien sie sehr erfolgreich.
Ausländer dürfen in Polen ausschließlich in Begleitung auf die Jagd gehen. Zwei Möglichkeiten stehen nach dem polnischen Jagdrecht zur Verfügung: Einzel- oder Gruppenjagden. Bei einer Einzeljagd geht der Jäger mit einem Führer los. Dieser gibt ein Tier zum Abschuss frei. Deshalb muss mit ihm vorher genau verabredet werden, welche Tiere gejagt werden sollen. Gruppenjagden werden meist als Treibjagd mit Hunden veranstaltet, bei denen Schwarzwild, weibliches Reh- und Rotwild sowie Füchse erlegt werden.

Die Wälder gehören in Polen dem Staat. Sie werden an einzelne Jagdringe und Revierinhaber weiter gegeben, die ihrerseits dort Jagden organisieren können. Deutsche und polnische Reisebüros vermitteln Jagdmöglichkeiten und erledigen auch sämtliche Formalitäten. Auch Unterkunft in Forst- oder Privathäusern bzw. Hotels und nach Wunsch ergänzendes touristisches Programm.
Gejagt wird das ganze Jahr über. Die größte Nachfrage ist im Frühling (Reh, Rehbock) und im Herbst (Gruppenjagd). Reservieren sollte man drei bis vier Monate im Voraus. Die günstigen Preise sind neben dem enormen Wildbestand ein besonders Plus für Polen.

Info:
Um in Polen zu jagen, braucht man einen in Deutschland gültigen Jagdschein, eine Waffenbesitzkarte und eine Waffeneinfuhrgenehmigung, die im polnischen Konsulat zu beantragen ist.

Mehrere Reisebüros organisieren Jagdaufenthalte in Polen, kümmern sich um die Formalitäten und bieten auch Unterkünfte an. Zu ihnen gehören die polnischen Anbieter:
Aktivtours, www.aktivtours.com.pl 
Orbis-Travel, www.orbis.com.pl
Venator, www.venator.pl
Pommernjagd, www.pommernjagd.pl

sowie mehrere deutsche Veranstalter:
www.westfalia-jagdreisen.de
www.jaworski-jagdreisen.de
www.hubertus-jagdreisen.de

Weitere Informationen:
Polnischer Jagdverband
Polski Zwiazek Lowiecki Lowex
Nowy Swiat 35
00-029 Warszawa
Tel.: 0048 22 8267949
Fax: 0048 22 8266242
Internet: www.pzllowex.com.pl

Quelle: pva







Copyright: Jagen in Polen » Zur Jagd nach Polen bei PolenImPott / Alle Rechte reserviert.

Publiziert am: 06.11.2005 (28652 mal gelesen)

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